Einkaufen in Spanien, da erlebt man was!

Ob heute denn nun ein Universitätsfeiertag oder aber ein universitätsfreier Tag ist, habe ich bisher nicht herausfinden können, ist auch nicht so wichtig. Die freie Zeit habe ich jedoch zum Ausschlafen und Einkaufen genutzt, also sehr sinnvoll. In meiner Lidltüte fanden sich auch wieder viele Jogurts und Kiwis wieder, Waschmittel und Magnesiumtabletten, aber erst musste natürlich bezahlt werden.

Drei Kassen, eine Kassiererin und etwa 10 anstehende Kunden. Wer jetzt aber denkt, dass die zweite Kassiererin, die gerade Ware in die Regale sortierte, eine zweite Kasse öffnen würde, denkt falsch. Hier in Spanien ist es nicht nur üblich dem Kunden die Ware einzupacken bzw. ihm dabei zu helfen, es wird mit dem Kassieren auch gewartet bis der Kunde alle seine Ware verstaut hat! Mein Rundgang bei Lidl hat vielleicht 3 Minuten gedauert, an der Kasse stand ich bestimmt 10 Minuten.

Das beste kam aber noch. Eine Kundin schien mit ihrem Kinderwagen durch die Schlange zu wollen, kein Problem, da mache ich doch etwas Platz mit meinem Einkaufswagen. Im nächsten Augenblick stand der Kinderwagen mit der Kundin vor mir in der Schlange … und eine weitere Kundin auch. Könnte mir das bitte jemand erklären? Nun, ich habe es nicht verstanden, die hinter mir stehenden auch nicht. Gesagt hat jedoch niemand etwas, ob das an dem Kleinkind im Kinderwagen gelegen hat, mit dem sich die zweite Kundin, naja, unterhalten hat?

Ach, als ich abkassiert wurde, fühlte sich die zweite Kassiererin dann doch motiviert eine weitere Kasse zu öffnen! Arg!

Ein Donnerstag in Oviedo: Fussball – Bibliothek – Bett

Nach dem las agujetas, der Muskelkater, vom Fussballspielen am letzten Donnerstag endlich abgeklungen sind, hieß es heute ein weiteres Mal: Fussball mit den Spaniern. So Trafen wir uns also um 16 Uhr am Fussballplatz auf dem Campus El Milan … Dave und SrNaranja wählten die Teams, wir waren wieder die einzigen Erasmusstudenten (Andatch kam erst zur zweiten Halbzeit), und los ging es. Nach 90 Minuten, zwei Vorlagen und zwei selbstgeschossenen Toren reichte es mir jedoch.

Jetzt nur noch nach Hause, Duschen, etwas Essen und ins Bett! Moment, morgen war doch was? Genau, morgen ist ein Universitätsfeiertag oder aber ein universitätsfreier Tag … auf jeden Fall ist die Universität morgen geschlossen, also noch schnell in die Bibliothek und zwei Bücher ausgeliehen und dann aber nur noch nach Hause, Duschen, etwas Essen und ins Bett! Mein Team hat hat heute übrigens gewonnen!

Fussballgucken im Titanic

Schon wieder Fussball SrNaranja? Ja, am Montag hieß es Karlsruher SC – Fc Hansa Rostock, am Dienstag Real Madrid – Fc Lyon und heute Sofia – Fc Barcelona. Nicht für lange jedoch, denn sowohl Dave also auch SrNaranja waren doch zu müde um den Spiel zu folgen … was habt ihr denn die letzte Nacht in Oviedo gemacht?

Ein typischer Dienstag – Erasmusquiz – Abend in Oviedo

Nur eine caña im Titanic sollte es werden, aber es kam doch wieder alles anders. Zu erst mussten Martha und SrNaranja feststellen, dass wir uns in den letzten Wochen kaum gesehen haben und das obwohl wir ständig auf dem Campus Milan zu finden sind. An mir kann es natürlich nicht liegen, denn Sonia hat mich erst vorhin gefragt wann ich denn Martha das letzte Mal gesehen hätte!

Im Computersaal trafen wir uns dann zufällig und das musste natürlich gefeiert werden, nun ja, es ging also auf eine caña bzw. einen Kaffee ins Titanic, zusammen mit May. Viel Zeit hatte Martha jedoch nicht, sie wollte unbedingt zum Erasmusquiz heute Abend und musste noch einiges erledigen, also blieben May und SrNaranja im Titanic zurück und sahen sich das Championsleauge Spiel Madrid – Lyon an. Sehr interessant sogar weil die Mehrheit im Titanicgegen Madrid war!

Lange haben wir aber nicht schauen können, denn May wollte unbedingt zum Erasmusquiz und SrNaranja unbedingt etwas Essen. Also ging es zu mir, sind ja nur zwei Minuten, um eine tortilla zu machen, geht ja schnell und einfach. Ein sehr witziges Unternehmen sollte das dann werden, denn Tini und Iria waren auch schon in der Küche am Arbeiten und die Zeit wurde auch ein wenig knapp … also schnell noch aufessen und los zum Quiz.

Gewinner des Erasmusquiz

Zum Quiz mag ich eigentlich nicht viel schreiben, wurde das Erasmusquiz doch hier ausgiebig beschrieben, aber vielleicht sollte ich erwähnen das mein Team mal wieder nicht gewonnen hat, wohingegen mein normales Team zumindest zweiter wurde. Es scheint also ausreichend belegt, dass SrNaranja nicht gerade als Glücksbringer durchgeht. Glückwunsch von hier aus an Julia, Laura, Peter, Ian und die anderen!

Die Studenten sind an allem schuld!

Mein Lieblingsdozent hat es heute wieder mal geschafft, der ganze Saal lag praktisch tränenlachend am Boden. Nach dem er uns im Seminar „1818 History of the English Language II“ 45 Minuten erklärte, was „verbal morpho-syntax“ ist und welche Unterschiede es zwischen dem alten Englisch und dem Mittelenglisch gab, guckte er recht verdutzt an die Tafel. Dort stand noch das Tafelbild, was er heute für den Kurs am Morgen angezeichnet hatte und an dem er uns alles erklärt hatte:

Dozent: „There is a mistake!“ [„Da ist ein Fehler“, auf das Tafelbild deutend]
Studenten: [irritiert an die Tafel starren]
Dozent: „No one told me …“ [Warum hat mir das keiner gesagt …]
Studenten: [irritiert den Dozenten ansehen]
Dozent: „Shame on them!“ [Sind die Studenten selbst dran schuld!]

2. Bundesliga: Karlsruhe gegen Rostock. Von wegen Schiffe versenken im Titanic!

Als Karlsruhe im Wildparkstadion Schiffeversenken mit Hansakoggen spielen wollte, wie es ein großes Plakat im KSC-Fanblog ankündigte, und dies später auch mustergültig tat, sassen wir selbst in einer Art Schiff, im Café Titanic. Ein schlechtes Omen muss das wohl gewesen sein, obwohl es schon ein Glücksfall ist, dass unser Stammcafé überhaupt DSF empfangen kann.

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Wie angekündigt spielte der KSC Schiffeversenken und schon zur Halbzeit stand es 0:3 (aus Rostocker Sicht) und May, Cue und Wladimir mussten einen eher reservierten Norman ertragen. SrNaranja bestellte sich zu diesem Zeitpunkt das dritte Bier, aber es wurde aber vorerst nicht besser. Nach dem 1:4 war auch ich endgültig davon überzeugt, dass das Spiel hier und heute gelaufen war, aber ich wurde eines besseren belehrt. 70 Minuten galt es ein sehr spannendes, weil abwechslungsreiches, Spiel zu ertragen, bis die Hansakoggen die großen Wellen auspackten und sich mit einer grandiosen Gemeinschaftsleistung ein Unentschieden zu erkämpfen! Das breite Grinsen auf meinem Gesicht könnt ihr euch gar nicht vorstellen, aber die Bar hat es unterhalten.

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Das musste gefeiert werden, und während wir die Jungs auf DSF beim feiern beobachten konnten, bestellten wir eine neue Runde. Vorbei war der Abend natürlich noch nicht, ist ja schließlich Spanien hier und so ging es weiter ins Cicero! Dort trafen wir auch Ana wieder, nicht zu schwer denn sie arbeitet dort schließlich, und natürlich gab es eine weitere Runde Bier. 4:4, May und Wladimir konnten es schon nicht mehr hören! Was meiner guten Stimmung aber nichts aus machte!

Gemeinschaftskochen in unser spanischen WG

Hatte ich noch gerade drüber geschrieben, das wir nie Platz im WG-Kühlschrank und auch ein kleines Problem mit dem Mangel an ojas, Töpfen, haben. Heute Mittag, wobei 15:00 – 16:45 Uhr eindeutig spanische Zeiten sind, kam es aber noch besser. Zu Fünft hatten wir uns in der Küche versammelt um zu Kochen … mehr oder weniger.

Tini hat für sich und ihren Freund algo con pollo, irgendwas mit Hühnchen, zubereitet, während Iria sich Reis warm machte. Wieder erwarten, weil „SrNaranja isst ja sonst nur Nudeln“, bereitete ich heute tortilla zu. Kartoffeln schälen, geschälte Kartoffel würfeln und in Olivenöl an-fritieren und mit Ei mischen, etwas Salz dazu und alles zusammen in die Pfanne … ganz einfach!

Hat auch alles wunderbar geklappt und obendrein gab es natürlich viel zu Lachen, denn so richtig Platz für 3 kochende Personen und zwei Zuschauer haben wir ja nicht, obwohl wir wieder überlegt hatten die Couch in die Küche zu stellen. Quidate, aufgepasst, hiess es nicht zu selten beim rotieren zwischen Waschbecken, Herd, Ofen und Tisch. Ach, von der Tortilla musste natürlich jeder kosten, denn wann kommt der Durchschnittsspanier schon mal dazu, Tortilla von einem Deutschen zubereitet zu bekommen.

Fazit: Falta un poco sal! – Es fehlt ein bisschen Salz!

Ein weiterer Trend unter Erasmusstudenten: Babysitten

Das Besuch zu haben, bzw. zwischendurch nach Hause zu fliegen, ein wahrer Trend unter Erasmusstudenten ist, habe ich ja bereits erwähnt, jedoch will ich heute auf einen anderen Trend eingehen: Babysitten. Das ist, für Erasmusstudentinnen, ein gefragter Nebenjob während des Auslandssemesters in Spanien. Wobei es weniger um Babys geht als um Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 12 Jahren. Der Trick dabei? Es gilt dem Schützling die fremde Sprache bei zu bringen … bei einem Stundenlohn von 6 – 8 Euro.

Mehr dazu will und kann ich auch gar nicht schreiben, denn erstens habe gar keinen Babysitter-Job und zweitens ist das auch nicht wirklich spannend. Gelegentlich darf ich aber auch Babysitten, nur heißt das dann Kaffeetrinken mit Spanierinnen oder so ähnlich. So fragte mich May vorhin ob ich ihr nicht wieder dabei helfen könnte die Zeit tot zu schlagen, zwischen 16 und 20 Uhr? Si claro!

So quälte ich mich, sichtlich vom gestrigen Fussballspiel gezeichnet mit agujetas, Muskelkater, aus dem Bett und ins Titanic. Ein Frühstück, also pincho de tortilla, agua y una caña, und einem lebhaften Gespräch mit May und Sara später, was knapp eineinhalb Stunden dauerte, haben wir noch etwas sinnvolles gemacht: Einkaufen …

Fussballspielen mit Dave und den Spaniern

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Cue hatte mich schon vor Wochen, gut es waren zwei Wochen und beim spontanen Saufgelage gemütlichen Beisammensein im Titanic, Paco’s und Cicero um genau zu sein, gefragt ob ich nicht Donnerstags mit ihm und seinen Freunden Fussballspielen wollte. Dummerweise habe ich Donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr Veranstaltungen in der Universität …

Diesen Donnerstag und Freitag ist jedoch mein Klartext sprechender Lehrer nicht da und die Veranstaltungen fallen aus. So traf ich mich um 15 Uhr mit Dave, welcher sich sogar ein Asturien-Trikot fürs Spiel gekauft hat, und den anderen zum Fussballspielen. Zu erst ging es aber ins Titanic … das Spiel sollte erst um 16 Uhr beginnen.

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Da Dave und SrNaranja die einzigen Erasmi waren, durften wir die Mannschaften wählen! Kurz darauf hieß es dann 6 gegen 6 auf einem kleinem betonierten Feld direkt auf dem Campus. Mein Team bestand aus Barcelona (Ivan), Barcelona (Pablo), einem orangenem Rammstein-Shirt (Jorge), Fernerbahce („An[datsch]“ türkischer Name) und einem weißem T-Shirt (Wladmimir) … wobei ich Rammstein, Fenerbahce und weißes T-Shirt auch aus meinen Kursen kenne. Kaum das das Spiel begonnen hatte lagen wir auch schon mit 5:1 zurück, nicht zuletzt weil SrNaranja seinen Hinterkopf zum Schiessen eines Eigentores nutzen musste!

90 Minuten später sah es aber gänzlich anders aus, wir hatten kontinuierlich nach vorne gespielt und zum Schluss gewonnen. Fazit eines sehr ermüdenden, weil lauf intensiven, Spiels:

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  • die Spanier sind nicht in der Lage einen Rückpass zu spielen
  • Nieselregen und glatter Betonboden sind eine rutschige Mischung
  • eng anliegende Schuhe beugen massiven Blasen am Fuss vor
  • SrNaranjas Kondition lässt sehr zu wünschen übrig
  • noch am Sonntag werde ich agujetas, Muskelkater, gehabt haben

Unseren Spaß haben wir jedoch trotzdem, auch wenn der Weg nach Hause mehr also dreimal zu lang dauerte wie sonst: … und morgen dann der Muskelkater!

Spanien und Pakete aus Deutschland bekommen?

Vergesst was ich bisher über Pakete aus Deutschland nach Spanien schicken schrieb, von wegen 10 Werktage oder so! Lexi, meine deutsche Mitbewohnerin, hat heute endlich das Paket bekommen welches ihre Grossmutter noch im Oktober aus Deutschland los geschickt hatte. Drei Wochen dauerte der Spaß also, und damit bedeutend länger als mein Paket aus der Heimat.

Viel interessanter: Mohnkuchen ist erstaunlich lange haltbar, eben wurde SrNaranja zu einem Stückchen eingeladen, schmeckt auch noch super … gestern war der letzte Tag laut Mindesthaltbarkeitsdatum! Nicht das ich jetzt ein Care-Paket erwarte, aber hier der dezente Hinweis das ein „blauer mit dem Flugzeug-Aufkleber“ das Paket innerhalb von 4 – 5 Werktagen ankommen lassen würde und nur ein bisschen mehr kostet!

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