Ach, meine neue Mitbewohnerin ist heute eingezogen … Lexi und Ich haben ja schon lange drauf gewartet. Sie heißt Tini und kommt aus Galizien. Mehr kann ich dazu auch noch gar nicht berichten, wir haben uns vorhin nur kurz in der Küche getroffen!
Ich will ja keinem von euch auf die Füsse treten, aber bei uns ist das Wetter einfach genial: 25 Grad und viel Sonne! Was man bei dem Wetter macht, ausser natürlich zur Uni gehen? Die Cafeteria der Uni besuchen, dort kann man nämlich toll im Freien sitzen und die Sonne genießen!
Im Paco’s sollte der Abend beginnen, nachdem wir uns am Busbahnhof um 23:30 Uhr getroffen haben. Das mag vielleicht spät klingen, aber ist total typisch für spanische Verhältnisse, vorher ist sowieso nichts los! Mit dabei sind mit Hannah, May und Cue also die üblichen Verdächtigen und ausserdem Mateo, Juan, Pope und Conan.
Da es im Paco’s hauptsächlich Bier gibt, angeblich mehr als 200 Sorten, sieht unser Tisch natürlich dementsprechend aus! Unsere Runde kann man sich übrigens getrost als großes Tandemtreffen vorstellen, obwohl wir nur Spanier, Briten und Deutsche sind fliegen sogar Brocken in Französisch und Japanisch durch die Luft. Mal abgesehen von den vielen kleinen Gesprächen die sich so entwickelt haben, zum Beispiel über amerikanische Fernsehserien in Europa oder den Geschmack der einzelnen Biere auf dem Tisch, wurde gepost ohne Ende für die Kamera.

Doch das Paco’s war nicht unsere einzige Station, so ging es nach drei Runden Bier weiter in Richtung Tsaciana. Ein großer Spaß war dieser Spaziergang und der gestiegene Alkoholspiegel war spätestens an den Pferdeskulpturen unübersehbar. May, Juan, Hannah und Pope liessen sich natürlich nicht davon abhalten mit einem der Pferde zu posieren! Den Weg ins Tsaciana haben wir trotzdem gefunden, nicht aber ohne anderen Erasmusstudenten über den Weg zu laufen, Oviedo ist aber auch klein!

Das wir im Tsaciana ebenfalls unseren Spaß hatten lässt sich wohl nicht abstreiten! Die Musik war zwar wieder als Metall einzusortieren, aber das macht ja nach vier, fünf oder sechs Bier auch nichts mehr. Eine der Spanierinnen aus meinem Englischkurs hatte dort ein Konzert gegeben, wir kamen natürlich zu spät! Bei der “Kauf ein Bier uns zieh ein Los – Aktion” hatten wir ebenfalls kein Glück: NADA! Lange haben wir uns dort dann aber doch nicht aufgehalten, in Richtung Calle Mon sollte es gehen, wohin wusste natürlich keiner genau aber irgendwie landeten wir im Hook.
Noch ein paar Bier später entstand der Schnappschuss auf der linken Seite, wobei jeder der in Bild Grinst mindestens ein Bier zu viel hatte. Im Hook wurde übrigens eine bunte Mischung spanischer Popmusik gespielt, was SrNaranja natürlich gefiel da er doch eine Menge davon kannte, aber die Spanier nur auf Grund des hohen Alkoholspiegel ertragen konnten … wie sie nach dem Mitsingen beteuerten!
Der Abend endete übrigens gegen 5:30 Uhr, also im gesunden spanischen Bereich!
In diesem Beitrag soll es nicht darum gehen, dass SrNaranja so seine Probleme mit dem ständigen Wechseln von Deutsch, Englisch und Spanisch hat, sondern um die Tücken der modernen Kommunikation per SMS. Das SrNaranja eine spanische Handynummer hat und ein unzerstörbares Handy ist ja kein großes Geheimnis.
Vor ein paar Wochen, um genau zu sein beim ERASMUS Quiz im Asturianu sollte SrNaranja eine Handynummer für Martha speichern, die Nummer von Marie. Marie kommt übrigens aus Japan und ein Freund von Martha sucht ein Tandem zum Japanisch lernen … kein Problem.
Martha habe ich die Nummer dann erst ein paar Tage später gegeben, weil wir es beide vergessen hatten. Nun ist Marie ja kein besonders japanischer Name und so kam es wie es bei ERASMUS kommen musste. Martha schickte Maries Nummer weiter und der junge Mann der unbedingt Japanisch lernen will schickt darauf hin eine SMS an Marie … das Problem war allerdings das in Marthas Handy zwei Maries standen und die SMS somit an Marie aus Frankreich kam … nicht witzig?
Gut vielleicht nicht für alle, aber Erasmusstudenten würden wohl drüber Lachen können!
Unser Dozent im Seminar “1808 History of the English Language I”, der nicht nur fast immer zum Scherzen aufgelegt ist sondern den Inhalt des Seminars auch verständlich erklärt, hat es sich heute nicht nehmen lassen Klartext zu sprechen: “Do not play truant the next 3 to 4 days!
Wir sollen die nächsten drei bis vier Veranstaltungen auf keinen Fall schwänzen, sie sind die wichtigsten im ganzen Semester! Na gut, wenn er uns denn so freundlich bittet.
Nur für ein Bier ins Titanic sollte es gehen, nach der Uni, mit Hannah (Grossbritannien), Maria und Que (Spanien). Typisch spanisch bleibt es jedoch nicht bei nur einem Bier … die Bar in der Maria mal gekellnert hat wurde gerade wiedereröffnet und so ging es also nach einer Runde weiter, ins Paco’s.
Das besondere am Paco’s ist nicht etwa die täuschend echt-anmutende Pappmache-Steinwand, sondern die Auswahl an Bier. Mehr als 200 Sorten soll es angeblich geben. Auf dem Regal standen dann auch bestimmt 100 Bierflaschen auch wenn ich Holsten gleich zweimal erblickte. So richtig schmecken wollte mir meine erste Wahl jedoch nicht, eine bunte Flasche mit einem rosa Elefanten war es, aus Belgien. Es sollten noch ein paar Runden werden!
Der Abend endete dann erst im Cicero bzw. auf dem halben Weg zwischen Innenstadt und Marias Wohnung, an genau dem Ort von dem SrNaranja den eigenen Weg nach Hause wusste. Wir haben jedoch nicht nur versucht die anderen unter den Tisch zu Trinken Bier getrunken sondern auch fleissig Spanisch geübt. Richtig lustig wurde es erst als es nach dem drittem oder vierten Bier an die richtige spanische Aussprache ging! Herrlich!
Fotos kann ich für diesen Abend leider nicht liefern, denn für das vermeintliche Bier im Titanic habe ich meine Digicam nicht mitgenommen. Samstag aber, da treffen wir uns erneut im Paco’s und dann auch mit Digicam.
Die Frage nach unser neuen Mitbewohnerin, d.h. wann sie denn nun wirklich einziehen würde, stellen sich Lexi und SrNaranja eben zum wiederholten mal, denn seit letzter Woche haben wir eine neue spanische Mitbewohnerin in unserer WG.
Iria konnte uns die Frage auch nicht so recht beantworten: manaña ist ja sowieso die spanische Standardantwort auf Fragen, Probleme und alles andere!
Nein, es wurden keine ERASMUS-Plätze verlost und auch keine Examensnoten oder gar ECTS-Punkte. Es ging um ein paar Geschenke die Noelia für die Erasmusstudenten gesammelt hat und nun per Los weiterverschenkt. So darf jeder ERASMUS der heute oder morgen in ihrem Büro vorbeikommt ein Los ziehen, d.h. so lange es Preise gibt.
In der sorteo, Lotterie, gibt es so ziemlich jeden Oviedo-Universität-Fanartikel vom biro, Kugelschreiber, über das camiseta, T-Shirt bis zur taza, Tasse. Weiterhin gibt es spanische CDs und DVDs und viele andere kleinere und größere Geschenke.
So machten sich Martha, Sonia und SrNaranja heute morgen um 11 Uhr auf, um unser Glück zu versuchen, unterwegs trafen wir noch George (Irland) und so standen wir kurz darauf zu viert in Noelias Büro. Die drei haben jeweils einen Kugelschreiber gewonnen wohingegen SrNaranja die freie CD-DVD-Auswahl hatte. Die Wahl fiel aber nicht sonderlich schwer, so fand ich zwischen spanischen Comic-DVDs, einer Pilates-DVD und diversen spanischen CDs ein Album von “Hombres G” also Popmusik … immerhin!