Am Potsdamer Platz wollten wir uns treffen, einfacher gesagt als getan, aber so sind Berlin-Touristen nun mal. Angekommen bin ich ja dann doch, im Alex im Sonycentre. Was wir jetzt machen, bis wir gegen Acht Uhr zum Bowlingspielen gehen. Kino fällt aus, erstens ist die Zeit zu knapp und zweitens die Auswahl langweilig … wir fahren also zum Weihnachtsmarkt Unter den Linden.
Gegen halb Acht fahren wir aber auch schon weiter zum East Side Bowling am Ostbahnhof, zum letzten Mal. Zwar mussten wir heute keine halbe Stunde auf unsere Getränke warten, aber die Bowlingbahnen sind nicht von Brunswick! Wir werden so lange spielen, bis SrNaranja gewinnt, verkündete ich, nach dem zweiten Spiel in dem ich jeweils letzter wurde. Helfen sollte diese Prophezeihung aber nicht, erst das Timeout im fünften Spiel half mir zum Sieg. Der Strike im zweiten Frame und eine Fünf, bevor sich die Bahn abstellte, sorgten für den komfortablen Zwei-Punkte-Vorsprung … der Endstand lautete also: Andi: 3 Siege, Robin: 1 Sieg und Norman: 1 Sieg.
Ob wir nicht etwas Essen gehen wollten, fragte Andischatz nach dem Bowling. Die Speisekarte im East Side war nämlich alles andere als ansprechend. Da es T.G.I Friday nicht mehr gibt, kehrten wir beim Italiener in der Rathaus Straße ein, direkt neben dem Roten Rathaus. Das Essen war klasse, aber unser Kellner etwas unbeholfen. Anstatt von zwei großen Spezies gab es zum Beispiel Cola, welche angeblich mit etwas wenig Fanta gemacht wurde … Die Pizzen aber waren genial, super groß und furchtbar lecker, und auch noch günstig! Den Burger King zu dem wir eigentlich wollten, haben wir dann nicht vermisst.
Das FLAX war unsere nächste Station. Einen Red Bull zum Anfang und dann den 0,5 Liter Cocktail für 6,90 Euro, war meine Wahl. Der Coktail wurde allerdings ein Bacardi Lemon, den der Kellner netterweise machte … 10 cl Barardi + Bitter Lemon! Das Angebot danach noch mit ins Babylon zu fahren lehnte ich dann aber ab, nach der Menge Alkohol müsste ich wohl Angst haben neue Erfahrungen zu machen in einem fremden Bett aufzuwachen, geschweige denn auf der Theke zu tanzen! Das Trämli 5 bringt mich dann vom Alex nach Hause, für was habe ich denn ein Ticket?
Anstatt jetzt groß und breit davon zu berichten, dass SrNaranja mit Andischatz zu Weihnachtszeit in Berlins Ostcity unterwegs waren, also Alexander Platz, Unter den Linden und so weiter, gibt es einfach drei Bilder:
Was ich denn am Heiligem Abend machen würde, fragte mich Andischatz, denn er hatte eine Karte für Malediva in der Bar jeder Vernunft übrig. Klar dass SrNaranja dafür Zeit hat! Schon letztes Jahr hatte ich das Vergnügen mir das Weihnachtsprogramm, also ein Best of Malediva und dazu die maledivische Weihnachtsgeschichte, anzuhören bzw. anzusehen.
Ein großer Spaß ist das auch dieses Jahr wieder gewesen! Das Programm lief circa 90 Minuten, 90 Minuten in den ein Lacher den nächsten jagte, wozu auch das mit eingebundene, weil besserwisserische, Publikum beitrug. Wir saßen übrigens auf der nicht-besserwisserischen-aber-dafür-weniger-lachenden Seite des Zeltes!
Der Abend sollte danach im Babylon weitergehen, einer Table-Dance-Bar. Hätte ich nur mal das 15Euro-All-you-can-drink-Angebot genommen, denn mein Havanna-Lemon (4 cl) kostete alleine schon 8 Euro und der Eintritt 5 Euro. Ein wenig enttäuscht war ich angeblich schon, als Andischatz meinte, dass ich hier lange auf weibliche Tänzerinnen auf der Theke warten müsste. Kann man nichts machen, aber von wegen Augen zu und durch. Denn es gibt ja keine rein heterosexuellen Menschen wurde mir versichert und da ich ja selbst in einer Schwulenbar war … nun ja ihr könnt euch die Argumentation denken!
SrNaranja ging aber dennoch alleine nach Hause
Seit dem mein Lieblingsbruder und Ich nur noch Touristen in Berlin sind – wir erinnern uns: Robin wohnt und arbeitet seit dem Sommer in Hamburg und SrNaranja treibt sich momentan in Oviedo, Spanien, rum – geht es tradtionell zum Schoppen in die Innenstadt, wenn wir beide ich Berlin sind. Potsdamer Platz, Steglitz, Kurfürstendamm, Alex und so weiter stehen dann auf dem Programm.
Heute war es nur der Kurfürstendamm, natürlich mit schwulen Pommes am Wittenberg Platz, der Alex und der Jeansstore “Orange ‘n’ Red” auf der Frankfurter Allee, der aber schon geschlossen war. Hatte der Wertheim auf dem Kudam doch tatsächlich 5 orange Shirt, in meiner Größe (lange S oder einfache M)? Eines nur habe ich mir dann gekauft, denn wie das so ist bei großer Auswahl: das orange ist zu blass, dieser Schnitt ist blöd zu bügeln und und und.
Der Rest des Einkaufens war dann weniger spannend oder gar erfolgreich … der obligatorische Kinobesuch fiel allerdings wegen allgemeiner Müdigkeit aus. Hatte ich schon letztes Mal den Film “Bandidas” einfach durchschlafen, das muss ja jetzt nicht wirklich!
Einkaufen wollte ich mit meinem Lieblingsbruder fahren, schwule Pommes sollte es ebenfalls geben und daher ging es in Richtung Wittenberg Platz. Warschauer Straße galt es also umzusteigen. Wie das aber so ist, in der S-Bahn war es noch schön warm, kaum ausgestiegen und die Treppen hinauf gelaufen friert es mich schon: Wo zum Teufel ist mein oranger Hollandschal? Schei**, der fährt wohl noch ein paar Stationen weiter …
Das mit dem Spanisch und dem Deutsch wird die nächsten Tage wohl noch zu einem großen Spaß werden, alleine heute habe ich x Mal mit spanischen Sätzen geantwortet oder angefangen zu antworten. No te preocupes, ist schon in Ordnung – mach dir keine Sorgen, zum Beispiel beim Burger King im Berliner Hauptbahnhof als mir die Kassiererin 1,55 Euro für den Kaokao wideder gab, der war nämlich ausverkauft. Unzählige perdoname, Entschuldigung, und auch espera, einen Moment bitte …
Eine SMS an Louise habe ich mit Mira, chica., wörtlich: schau mal Mädel, angefangen und auch das eine oder andere vale, Einverstanden, ist mir schon über die Lippen gerutscht.
… ein einziger Tag in Greifswald sollte es werden, um Acht aufstehen und als Gegenleistung für den Schlafplatz bis um 12 Uhr auf die Handwerker warten und aufpassen. Ein Geschichtsseminar wurde besucht, und zwar alles andere als inkognito, und mit Michael ging es dann zum Italiener: Pizza Salami und ein richtiges Bier (König Ludwig).
Zwischen dem Einkaufen mit Michael und Linda hatte ich das Vergnügen mit Louise Gilmore Girls zu gucken … gekocht hat SrNaranja ebenfalls: Reispfanne mit Paprika in Zimt-Curry-Tomatensauce, mit anderen Worten: es kam alles in die Pfanne was noch da war aber weg musste. Nach dem obligatorischen bótellon, Vorglühen, ging es dann aber zum Jahresabschlussmensapalooza!
Nach dem ich gestern Abend noch mit Björn und Micha noch in der Domburg war, Mitt’n drin war einfach zu voll, und endlich wieder richtiges Bier (Duckstein) trinken konnte, hieß es dann bald doch: Gute Nacht für SrNaranja. Doch nicht so schnell, den Schlüssel für meinen Schlafplatz bei Louise hatte ich mit bereits abgeholt und als ich gerade aus der Dusche kam wurde mir auch gleich vorgeworfen: “Erst kommst du nach Zigaretten stinked um halb zwei nach Hause und nach dem Duschen riechst du auch noch nach Duschgel, jetzt kann ich nicht schlafen!”
Erklärt mir doch jemand bitte die Frauen! Da Louise nicht schlafen konnte haben wir uns eben unterhalten, was soll ich diese Woche auch nur einmal länger als vier einhalb Schlafen sollen können wollen? Wann denn nun genaus Schluss war, weiß ich nicht. Ich bin wohl als erster eingeschlafen und der Wecker klingelte schon um Acht!
Eigentlich hätte ich es vorher wissen müssen, ein Flug nach und von Palma de Mallorca kann ja nicht gut gehen. Das heißt, größere Probleme gab es nicht, wir sind in Oviedo nur mit ein wenig Verspätung gestartet und hatten genug Zeit in Palma de Mallorca um unseren Anschlussflug zu bekommen. Wir sind übrigens Annika, Katharina und SrNaranja, zufälliger Weise haben wir den gleichen Flug gebucht. Damit verabschiedetet sich heute auch die letzten drei Greifswalder aus Oviedo, zumindest bis Januar.
Kaum haben wir uns in den zweiten Flieger gesetzt kam auch schon eine Durchsage das es ein Problem mit dem Gepäck gegeben habe. Ob wir nun auf ein paar Koffer gewartet haben, wie der Kapitän sagte, oder ob ein paar Koffer wieder aus der Maschine genommen werden mussten, wie die Stewardess sagte, wir haben zum Schluss 15 Minuten Verspätung gehabt.
Das konnte ja nicht gut gehen, obwohl 70 Minuten in Berlin für Auschecken, zum Hauptbahnhof fahren und in den Zug steigen wohl locker gereicht hätten. Meinen eigentlichen Zug nach Greifswald habe ich nur um 5 Minuten verpasst, aber hatte dafür genug Zeit um mich im Reisezentrum der Deutschen Bahn anzustellen um wegen einer neuen Verbindung nach Greifswald zu fragen. Glücklicher Weise habe ich gestern noch ein Ostsee-Ticket gekauft und mir online ausgedruckt.
Das Ostsee-Ticket erlaubt es mir nämlich innerhalb von zwei Tagen, dem ersten und zweiten Tag der Gültigkeit nach Greifswald zu fahren und innerhalb von 7 Tagen zurück. An einen Zug bin ich dabei übrigens nicht gebunden und für den Preis von 39,00 Euro (mit Bahncard 25)ist das schon nett, zumal auch Intercitys mit eingeschlossen sind.
Auch habe ich meine Reisetasche im Bahnhof zur Aufbewahrung abgegeben und zwei Cheeseburger mit Tomate und doppelter Zeit in der Mikrowelle essen können. Ein Wasser habe ich bei Kaiser’s gekauft und dann noch eine halbe Stunde auf den Zug gewartet. Nun, um 23:35 Uhr soll ich in Greifswald endgültig ankommen. Mit Michael geht es dann erst Mal etwas Trinken und danach habe ich mir meinen Schlaf wohl redlich verdient, nach 11 Stunden in Bus, Bahn uns Flugzeug.
In etwa einer halben Stunde geht es los, erst zum Busbahnhof in Oviedo und danach über Mallorca und Berlin bis nach Greifswald, Heimaturlaub nennt man das wohl unter Erasmusstudenten? In Berlin werde ich allerdings nur knapp eine Stunde bleiben, das Programm sieht in etwa so aus: Auschecken, Koffer greifen und schnellstmöglich zum Hauptbahnhof fahren lassen, die BVG macht das schon, dann gilt es den Koffer bis Freitag einzulagern und meinen Zug nach Greifwald zu bekommen … eine Stunde und 10 Minuten soll das dauern … und wenn das alles klappt bin ich 21:20 Uhr in Greifswald.
Die Zeit im Flieger werde ich übrigens dazu nutzen die Artikel aufzufrischen, also keine Angst es gibt bald wieder etwas mehr zu lesen … 23 neue Artikel sind es geworden … die letzten Tage waren aber überaus stressig! Lie Grü an Alle
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