Referate halten an der spanischen Universität

Referate halten an der spanischen Universität

Referate gehören, wer hätte das wohl gedacht, natürlich auch zum Alltag an spanischen Universitäten und so durfte SrNaranja heute wieder mal einem dieser beiwohnen. Warum gerade dieses so besonders war, und die vielen anderen bisher nicht den Weg hierher fanden? Mit Chris und Sophia gehören zwei von den Referentinnen zu meinen Lieblingsspanierinnen und Chris hat diese Woche nichts anderes gemacht als ihre Notizen gelesen, wenn wir im Archimboldo waren! Ach, und ausserdem hatte ich dieses Mal die Kamera im Anschlag!

SrNaranja ist übrigen demnächst mit seinem Gruppenreferat dran, unsere Gruppe besteht dabei ausschließlich aus Erasmusstudenten, aus England, der Türkei und aus Deutschland.

im Seminar: Den Norman müssen wir ausnutzen!

Habe ich euch schon von meinen drei Lieblingsseminaren hier in Spanien erzählt? Nun, das sind zum einen die beiden „History of English Language“ Seminare und das „Renaissance Literature“ Seminar, denn bei allen dreien lernt man wirklich etwas! Das besondere an den beiden ersten Seminaren ist aber, dass der Dozent immer einen lustigen Spruch parat hat.

Heute im Seminar „1818 History of the English Language II“ zum Beispiel. Wir sind knapp 15 Studenten im Kurs, wobei SrNaranja der einzige Erasmusstudent ist. Aber nicht nur das, denn ich eine besondere Qualität: Ich spreche Deutsch als Muttersprache. Das wird für die meisten nichts besonderes sein, bei der historischen Sprachwissenschaft in Englisch ist dies jedoch ein gravierender Vorteil, da vieles im Altenglischen dem Deutschen sehr ähnlich ist.

Meine Tätigkeiten im Seminar bestehen demnach nicht nur aus Mitschreiben, Übersetzen und Vorlesen, wie bei den anderen auch, sondern auch aus dem „Benennen von deutschen Beispielen“. Angefangen mit der einfachen Aussprache von deutschen Wörtern, über das bilden einfacher deutscher Sätze bis zum Anschreiben dieser Sätze an die Tafel. Wie heute. Was meinte mein Dozent noch gleich zur Klasse: „Wir haben mit Norman einen Muttersprachler im Kurs, das gilt es auszunutzen!“ … und wenig später schrieb ich also deutschte Sätze an. Stichwort: Subordination und die Position von Verben im Satz.

Montagmorgens in Oviedo: Live aus dem Seminar

Live ist übrigens gelogen, die Fotos sind von letzter Woche und ich habe lediglich vergessen keine Zeit gefunden einen Artikel zu schreiben. Falls ihr euch also schon die ganze Zeit gefragt habt, was man als Erasmusstudent an einer ausländischen Universität so macht, also im Unterricht:

Bilder aus dem SeminarBilder aus dem SerminarBilder aus dem Seminar

Ach, Was Erasmusstudenten im Unterricht noch so machen, wurde ja schon mal beschrieben.

Die Studenten sind an allem schuld!

Mein Lieblingsdozent hat es heute wieder mal geschafft, der ganze Saal lag praktisch tränenlachend am Boden. Nach dem er uns im Seminar „1818 History of the English Language II“ 45 Minuten erklärte, was „verbal morpho-syntax“ ist und welche Unterschiede es zwischen dem alten Englisch und dem Mittelenglisch gab, guckte er recht verdutzt an die Tafel. Dort stand noch das Tafelbild, was er heute für den Kurs am Morgen angezeichnet hatte und an dem er uns alles erklärt hatte:

Dozent: „There is a mistake!“ [„Da ist ein Fehler“, auf das Tafelbild deutend]
Studenten: [irritiert an die Tafel starren]
Dozent: „No one told me …“ [Warum hat mir das keiner gesagt …]
Studenten: [irritiert den Dozenten ansehen]
Dozent: „Shame on them!“ [Sind die Studenten selbst dran schuld!]

englische Sprachpraxis auf spanisch: Zusammenfassung von 100 Worten, genau 100!

Heute morgen hatte ich wieder meine absolute Lieblingsveranstaltung: „1831 English Language IV“! Wie sehr wünschte ich mir doch, dass mir niemand erzählt hätte warum das Freitagsseminar immer ausfällt, dann so hätte ich mir das heute Seminar ersparen können.

Wir waren angehalten ein resumen, eine Zusammenfassung, zu schreiben. Eigentlich keine schwere Aufgabe für mich, denn sowohl im Leistungskurs beim Abitur und im Sprachpraxiskurs des letzten Semesters habe ich dies sehr gut meistern können. Hier jedoch sah es etwas anders aus: Unsere Dozentin verlangte eine Zusammenfassung der zwei A4 Seiten (kleine Schrift, 9 Paragraphen, bestimmt 800 Worte) auf 100 Worte. 100 Worte betonte sie nochmals, nicht 99 und auch nicht 101!

Wenn das nicht der größte Unsinn ist, den SrNaranja bisher in seinem Auslandssemester mitbekommen hatte? Genau 100 Worte? Wie soll man denn da frei Sätze formulieren können? So ein Blödsinn!

Der Dozent spricht Klartext

Unser Dozent im Seminar „1808 History of the English Language I“, der nicht nur fast immer zum Scherzen aufgelegt ist sondern den Inhalt des Seminars auch verständlich erklärt, hat es sich heute nicht nehmen lassen Klartext zu sprechen: „Do not play truant the next 3 to 4 days!

Wir sollen die nächsten drei bis vier Veranstaltungen auf keinen Fall schwänzen, sie sind die wichtigsten im ganzen Semester! Na gut, wenn er uns denn so freundlich bittet.

Englischpraxis an einer spanischen Universität

Bisher hatte SrNaranja nicht besonders viel aus den Seminaren zu berichten, wenn man mal vom Chaos nach der falschen Platzwahl und den orangen Outfits im Seminar absieht.

Nun, heute lohnt es sich doch mal über das Seminar „1831 English Language IV“ zu berichten. Zum einen hat die Dozentin wieder 10 Minuten zu früh angefangen, was bei einer Stunde um 9 Uhr und somit der ersten Veranstaltung am Tag schon fast dreist ist. Was aber noch nicht alles gewesen ist, denn der Unterricht in diesem Seminar ist eher einfach. Heute haben wir über den vermeintlichen Inhalt von Dosen, Büchsen, Kisten und anderen Verpackungen/Behältnissen gesprochen, wobei der Schwerpunkt auf den verschieden Arten von Verpackungen lag … was natürlich sehr wichtig für die tägliche Kommunikation auf Englisch ist! Auf die Frage, was man denn in einer jar, ein Art Glasschale, denn aufbewahren könne wurde doch tatsächlich „Whiskey“ geantwortet.

Die ignorierte unsere Dozentin jedoch, wie sie es immer macht wenn ihr eine Antwort nicht gefällt. SrNaranja konnte es sich nicht verkneifen auf den Whisky einzugehen als sie mich fragte was man denn in eine Glasschale füllen könnte: if I was Metallica I would indeed put Whiskey in the jar, wäre ich Metallica würde ich gewiss Whiskey in der Glasschale haben, was zu ein paar grinsenden Gesichtern im Kurs führte. Der Kracher kam aber, nachdem die Dozentin den Whisky nicht mehr ignorieren konnte meinte sie doch tatsächlich I guess you could put Whiskey in a jar if it was made of metal., Ich glaube man könnte Whiskey in eine Schale machen wenn sie aus Metall wäre! Äh ja …

Die Dozentin konnte die darauf folgenden Lacher und die Erklärung des Songs von Metallica wohl nicht so ganz verkraften, fragte sie mich doch bei nächster Gelegenheit wieder um mein Beispiel. Es ging um ein Päckchen (kleines Paket). Mein Antwort war Karten, die gefiel ihr auch, aber ausholen musste sie trotzdem und fragte mich ob ich denn wüsste was man mit Karten machen würde bevor man spielen kann. shuffle, Mischen, vielleicht? Ja, freute sie nicht ganz so sehr, so das sie gleich hinterher schob ob ich das denn auch buchstabieren könnte? Gefragt, getan, nur haben ihr die Bauarbeiter einen Strich durch die Rechnung gemacht, als ich das Buchstabieren nämlich wiederholen sollte fingen sie an die Bohrmaschine nebenan laufen zu lassen … Ich denke SrNaranja hat sich hier gerade keine Freundin gemacht!

Ach, ich habe heute übrigens erfahren warum die Freitagsveranstaltungen immer ausfallen. Diese finden in einem anderen Raum statt 🙂

Was so passiert wenn man sich nicht an die Sitzplatzwahl hält

Wie war das noch gleich letzte Woche mit den orangen Outfits im Seminar „1886 Morphology“? SrNaranja ist wohl noch nachträglich verwirrt gewesen, denn ich setze mich anscheinend auf den falschen Platz.

Eigentlich gibt es hier keine feste Platzwahl, nur das sich in diesem gerade Seminar dennoch eine art „status qou“ durchgesetzt hat. Nun kam es wie es kommen musste und ich setzte mich in die sechste Reihe ganz links zum Mittelgang, nur das sich SrNaranja wohl verzählt hat (mehr zum Thema Mathematik und meine Mathekenntnisse) und in der fünften Reihe sass.

Ein großer Fehler, denn dort sitzen sonst noch ein paar Spanier, welche nun natürlich sehr verstört waren. Nicht das sie etwas gesagt hätten oder gar zu gelassen hätten, dass ich meinen Platz wechsle, sie stolperten in die nächste Reihe um über die Tisch in meine Reihe zu klettern. Ok … Sorry! Nach dem ich also für genug Verwirrung gesorgt hatte kam auch der Lehrer zur Tür hinein und begann mit der Anwesenheitsliste.

Kaum das er damit fertig war kündigte er auch den Inhalt der heutigen Stunde an, einen Überraschungstest. Das bedeutete übrigens nichts anderes als das wir alle die Plätze wechseln mussten, drei Reihen links und drei Reihen rechts und zwischen jedem zwei leere Plätze … welch ein Spaß!

Die spanische Betriebskostenabrechnung für die Wohnung

Heute kam die Betriebskostenabrechnung für el piso, die Wohnung, an … ein großer Spaß für Alle von uns. So war die Rechnung für August und September ausgestellt und sorgte daher für ein massiven Problem: Wie viel bezahlt denn jetzt jeder? Nun könnte Mann man meinen das dies schnell erledigt werden könnte, schließlich studiert Lexi ja unter anderem Wirtschaftswissenschaften, aber da hat Mann SrNaranja sich geirrt.

So habe ich mich bemüht die Rechnung aufzuteilen, genoss ich doch 4 Jahre Extra-Mathe in der Schule und habe auch eine grandiose 5 in der schriftlichen Matheklausur im Abitur bekommen. Um das Problem kurz dar zu stellen: Iria und Ismael wohnten den ganzen August und September in der Wohnung, Anna welche kurz nach meinem Einzug die Wohnung verließ wurde komplett ausgeklammert. Lexi wohnte seit dem 15. September in der Wohnung und Srnaranja zog schon am 6. September ein. Es hat übrigens zwei Versuche gedauert bis alles stimmte.

spanische Betriebskostenabrechnung

Spanien das Paradies für orange Outfits

Das Spanien ein Paradies für Liebhaber der Farbe Orange ist, habe ich wohl noch nicht erwähnt? Nicht nur das man hier praktisch alles mögliche in orange bekommt, so findet man zum Beispiel orange Schuhe in jedem Schuhladen, auch orange T-Shirts und andere orange Kleidungsstücke findet man hier ohne Probleme.

Es ist daher wenig verwunderlich das man viele orange Outfits auf der Straße sehen kann, aber das Seminar „1886 Morphology“ heute mittag setzte allem die Krone auf:

orange Outfits

Das Foto musste ich natürlich unauffällig machen … aber man sollte darauf drei Spanierinnen mit orangen Oberteilen erkennen können. Interessant ist auch das Outfit der Kommilitonin mit dem rot/weißen Top, dort steht Miss Orange (irgendwas) drauf, was übrigens zu ihrem Armband und ihrer Uhr passte, denn beide waren ebenfalls orange.

Das haben die Vier doch extra gemacht 🙂

Pages: Prev 1 2 3 Next