Ich habe das Licht mit gebracht …

„Ich habe das Licht mitgebracht!“ entgegnete mir Lexi eben, als das Licht in der Küche anging just in dem Augenblick, in dem sie hereinkam. Ob das jetzt witzig sein soll, fragt ihr euch vielleicht?

Das mit dem Licht in unserer Küche ist eine Art Glücksspiel, entweder es geht innerhalb weniger Sekunden an oder eben nicht und man wartet ewig. Ein System dahinter gibt es nicht, mal klappt es recht schnell und mal dauert es ewig … vielleicht sollte ich Lexi ab sofort vor die Tür schicken, wenn das Licht mal wieder nicht will?

Wohnungssuche auf Spanisch: Wir haben ein Zimmer Frei

Nach dem wir in der Wohngemeinschaft schon Fluktuation gewöhnt sind, haben wir mal wieder ein Zimmer frei. Seit etwas mehr als einer Woche hängen nun schon diverse Zettel in der Fakultät und immer mal wieder kam auch jemand um sich das Zimmer anzusehen, heute jedoch erlebten wir zwei Interessenten: unglaublich.

Zu erst war heute morgen eine, nun ja sagen wir, 40-jährige Ecuadorianerin die Wohnung besichtigen. Hier ist die Küche, hier das kleine Bad und hier das große, das leere Zimmer wird Angeboten … so in etwa läuft das jedes Mal. Die Wohnung hat ihr gefallen, aber als Iria ihr von Lexi und mir, also den zwei Deutschen Mitbewohnern, erzählte, meinte die Ecuadorianerin doch tatsächlich: „Mit Ausländern will ich nicht zusammen wohnen!“ Wie bitte was nochmal? Genau! Eine Ecuadorianerin in Spanien … Lassen wir das!

Unsere zweite Besucherin war eine Spanierin, die allerdings für eine französische Freundin die Wohnung besichtigte. Die besagte Französin spielt übrigens Akkordeon und würde das auch in der Wohnung üben müssen/wollen, Irias Augen glänzen bereits, ist sie doch Musikstudentin, mich stört das nicht. Uns wurde auch gleich versichert das ein Akkordeon gar nicht laut ist und sie auch nicht Abends oder gar Nachts üben würde … na gut!

Die dritte Besucherin hat aber alles übertroffen was wir bisher hatten: Mutter und Tochter standen vor der Tür, als wir gerade beim Abendessen/Quatschen in der Küche sassen und uns Bogen vor Lachen. Wer jetzt aber vermutet, dass die Mutter lediglich ihre Tochter bei der Wohnungssuche begleitet, wir wir er taten, der liegt gehörig Falsch! Beide wollten in das Zimmer einziehen!?? Wie bitte was nochmal? Genau! Mutter und Tochter in einem Zimmer, in einer Wohnung für maximal 4 Leute … Lassen wir das!

Wer jetzt das Zimmer bekommen hat? Eine Freundin von Iria, auch Musikstudentin, sie kannte die Wohnung schon und nach den heutigen Interessen brauchten wir gar nicht lange zu überlegen!

Mein klingelndes unsichtbares Handy II

Heute morgen um 10 Uhr machte ich mich also auf die Suche nach meinem klingelnden unsichtbaren Handy, in anderen Worten: Ich guckte erneut aus dem Fenster in den Hof. Ich konnte doch tatsächlich einen Teil meines Handy erblicken, eine Schale nämlich, also ab in den Fahrstuhl und runter gefahren.

Das Handy konnte ich beim besten Willen nicht finden, aber nach dem ich gerade aus dem Fenster zum Hof – an dieser Stelle muss ich wohl noch sagen das der Hof keine Tür hat, sondern nur über Fenster zu erreichen ist, Innenhof – stand und mein Handy versuchte anzurufen fragte eine ältere Dame aus der angrenzenden Wohnung que buscas, was suchst du? Mi movil, mein Handy, entgegnete ich ihr, woraufhin sie mein Telefon hoch hielt. Si, eso es.!

Mein Telefon ist also aus der aufgehangenen Jeans knappe Acht Etagen in die Tiefe gestürzt und wurde am Samstagmorgen von ihr gefunden, sie hatte es vor ihrem Badezimmerfenster gefunden. Kann mir mal jemand erklären wie es mein Handy fertig gebracht hat nach diesem Sturz noch einwandfrei zu funktionieren? Auf jeden Fall habe ich es jetzt wieder, es funktioniert wider erwarten noch!

Mein klingelndes unsichtbares Handy I

Wo zum Teufel ist eigentlich mein Telefon? Diese Frage musste ich mir heute Abend stellen, nach dem ich den ganzen Tag nicht in der Hand hatte und eigentlich geplant hatte heute Abend wegzugehen. In Spanien ist es unüblich vor 23 Uhr abends das Haus zu verlassen und so plante ich eigentlich ein paar SMS zu versenden. Vielleicht würden die anderen ja was spannendes machen?

So einfach sollte es aber nicht sein, denn das Telefon blieb unauffindbar, nun ja hören konnte man es. Nach dem versuchte mit meinem deutschen Handy das spanische Handy zu finden, ihr wisst schon: Anrufen und nach dem Klingeln suchen, musste ich mich aber stark wundern. Es schien als würde das Klingeln aus dem Hof kommen, wobei nicht von vor dem Fenster im Achten Stock sondern von unten!? Wie kommt denn das Handy nach unten?

… könnte es sein, dass ich nach dem ich von der Deutsch-Italienischen-Geburtstagsparty wieder kam und meine nach Zigarettenrauch stinkenden Klamotten auf die Wäscheleine vor dem Fenster hing? So viel habe ich doch gar nicht getrunken gehabt?

Nun ja, ab in den Fahrstuhl und unten im Hof nach dem Handy gesucht? Nach dem ich es nicht finden konnte, rief ich es erneut an und dieses Mal konnte ich es deutlich hören, nur einsortieren konnte ich die Richtung nicht. Na gut, versuchen wir es morgen noch mal …

1. Versuch: Fotos von SrNaranjas orangem Zimmer in Oviedo

… schon eine ganze Weile habe ich jetzt meine Digicam in Oviedo und eine ganze Menge Fotos sind schon entstanden. Die jenigen die bei Facebook oder StudiVZ einen Account haben können das nur bestätigen. Warum die Fotos hier im offiziellen Blog über das Auslandssemester in Spanien noch nicht aufgetaucht sind?

SrNaranjas Zimmer in OviedoSrNaranjas Zimmer in OviedoSrNaranjas Zimmer in Oviedo

Vor verschlossener Tür, ohne Schlüssel und mit Kommunikationsproblemen

Zum Universitätsschwimmbad sollte es heute erneut gehen, nach den letzten beiden Seminaren „1819 History and Civilisation of the United States of America“ und „1882 History of the English language II“. Die Schwimmsachen, also Handtuch, orange Bermudashort, orange Badekappe, Schwimmbrille und Badelatschen hatte ich schon dabei, das heißt die Badelatschen hatte ich vergessen und musste somit vom Campus der Universität noch mal nach Hause laufen.

Nachdem das Seminar „1819 History and Civilisation of the United States of America“ mehr oder weniger ausfiel, unsere Dozentin Aurora war nicht da und wir sollten uns ein Video ansehen. Es war ein Video über Indianer und wider erwarten auf Spanisch, was SrNaranja aber herzlich wenig interessierte … der sala de ordenadores, Computerraum, war ja nicht weit weg und mein Spielzeug habe ich ja fast immer dabei …

Arg … SrNaranja muss aber auch wieder beim Urknall anfangen! Also das Seminar fiel aus, oder so ähnlich, und ich konnte meine Badelatschen also noch vor dem nächsten Seminar abholen. Toll, dann kann es ja direkt losgehen. Fast, denn beim letzten Besuch habe ich meinen Pullover vergessen, so das SrNaranja erneut vom Campus nach Hause musste. Warum ich das so ausführlich darstelle? Ganz einfach, bei meinem letzten Besuch in der Wohnung habe ich meinen Schlüssel liegen lassen und dies fiel mir natürlich erst nach dem Schwimmbadbesuch auf. Um genau zu sein in dem Augenblick in dem ich vor der Tür stand und den Schlüssel suchte!

Hm, nicht dabei. Lexi ist um Viertel von Neun noch beim Sprachkurs, und da Maren heute Geburtstag hat vielleicht auch noch nach dem Sprachkurs unterwegs … ob Iria, meine spanische Mitbewohnerin zu Hause ist? Sie war es, aber sie dazu zu bekommen die Tür zu öffnen war eine andere Geschichte:

SrNaranja klingelt bei 8E …
Iria: „Si!?“ – Ja!?
SrNaranja: „Norman esta aqui!“ – Norman ist hier!
Iria: „Espera!“ – Warte!
Iria: „Perdon Norman no esta en casa!“ – Entschuldung, Norman ist nicht zu Hause!“

SrNaranja klingelt erneut…
SrNaranja: „Yo se, soy Norman!“ – Ich weiß, ich bin Norman!
Iria: „§$%& §%%$§ $§ $%&§%$“ – unverständliche Wortfetzen.
Etwas später lässt sich die Tür dann auch wirklich öffnen, Glück gehabt. Ach, der Schlüssel lag in der Küche auf dem Tisch … jaja SrNaranja, das mit dem Schlüssel üben wir noch!?

Lexi, der Kaffee vom Campus und die Siesta

Wie das so ist als Wirtschafts/Fremdsprachen-StudentIN in Oviedo, man hetzt von einer Veranstaltung zur anderen und das auf zwei verschiedenen Campus in der Stadt … alles kein Problem. Gibt es doch eine Busverbindung und einen Kaffeeautomaten auf dem Campus, wenn man trotz der nur eine Stunde dauernden Seminaren, kaum noch die Augen aufhalten kann.

… warum erzähle ich das? Da ich gerade in der Küche sitze und meine Hausaufgaben für das Seminar, in 20 Minunten, mache, kam ich nicht umher kurz mit Lexi zu sprechen. Kurz, weil sie eine Siesta machen wollte – gut, meine Hausaufgaben machen sich ja nicht von allein. Wenige Augenblicke später, vielleicht waren es auch 5 Minuten, steht sie wieder in der Küche:

„Der Kaffee vom Cristo Campus haut voll rein!“, sagte sie und meinte das sie wohl doch keine Siesta machen wird, nicht müde genug, und was ist die beste Technik um dann doch müde zu werden? Natürlich warme Milch mit Honig Kaffee! Äh gut, so wird das bestimmt was mit der Siesta, aber dennoch „’n Guten!“!

Mein neuer Mitbewohner: ein spanischer Scherzkeks

Darf ich vorstellen: Samuel, mein neuer Mitbewohner. Er ist 33 Jahre alt und arbeitet anscheinend in einer Bar hier in Oviedo, was Samuel sonst noch macht wird sich bestimmt noch heraustellen. Im Augenblick sitzen/stehen wir, Lexi, Samuel, Silja und SrNaranja, gerade in der Küche und unterhalten uns aus Spanisch …

Wo wir denn herkommen und was wir alles schon gemacht hätten? Wie uns Oviedo gefällt? Wobei ich nicht umherkomme zu unterstreichen das uns diese Frage mehrmals täglich gestellt wird, praktisch jede/r „Einheimische“ mit der/dem man spricht fragt dies … bien, gut, natürlich. Als ob wir was anderes anworten könntent :p

Bei IKEA seit ihr also gewesen, stellt er fest, toll. Ob es IKEA auch bei uns gibt, fragt uns Samuel. Als ich darauf antworte das in Berlin der vierte IKEA gebaut wird, guckt er erst ungläubig und stellt dann fest: „Das muss an den schlechten Möbeln liegen, die ihr in Berlin alle habt!“ … Äh, wie jetzt? Mein fragendes Gesicht wir allerdings gleich mit einem großen Lächeln beantwortet, wäre ja alles nicht so gemeint.

Kurz darauf berichtete er uns von der Bar in der er arbeitet, mit Skizze und allem und der Einladung auf ein Bier, wenn wir nicht gerade Abends vorbeikommen würden 🙂

Was kostet es eigentlich einen Brief von Spanien nach Deutschland zu schicken

Was kostet es eigentlich einen Brief von Spanien nach Deutschland zu schicken, frage ich die Verkäuferin im Tabakladen als ich gerade Briefmarken kaufen wollte. Der Preis ist der gleiche wie bei Postkarten wurde mit entgegnet. Gut, muss ich doch noch so einiges verschicken. So richtig glauben konnte ich das jedoch nicht. Seit wann kann man denn für 0,57 Euro Briefe durch Europa schicken, wo doch schon eine Postkarte aus Schweden nach Deutschland 1 Euro kostet!?

Meine Mitbewohnerin Iria fand diese Aussage auch komisch und schickte mich also zum Hauptpostamt, sind ja nur 7 Minuten von der Wohnung aus. Blöd nur das die schon Mittagpause hatten … aber einen lustigen Automaten haben die da stehen gehabt. Der konnte nicht nur Briefmarken drucken, sondern auch Kuverts ausspucken und Briefe wiegen … ein tolles Spielzeug. Im übrigen sagte das Gerät dennoch 0,57 Euro als Preis für einen Brief von Spanien nach Deutschland. Nun gut, Briefmarken hatte ich noch genug.

Wer denn jetzt Post bekommt? Die Universität Greifswald, das Studentenwerk Heidelberg, Hea und René und Sandra, meine Zwischenmietevermieterin … nicht eifersüchtig sein. Die Karten sollten ja langsam bei euch eintreffen.

Ein deutsches Abendbrot in der spanischen WG

Der Titel mag verwirrend sein, aber etwas besseres fiel SrNaranja nun mal nicht ein. Was ich damit eigentlich sagen wollte ist, dass in der vermeintlichen spanischen Wohngemeinschaft heute kein einziger Spanier anwesend war und stattdessen Lexi, Martha und SrNaranja alleine zu Abend aßen. Iria ist mit ihrer Mutter in Rom und Ismael ist nach Galizien gefahren, nach Hause.

So gab es also Spirellis mit Tomatensauce, ein typisches deutsches Abendbrot, zumindest was die Uhrzeit angeht, denn die Spanier essen selten vor 21:00 Uhr zu Abend! Die aktuelle Amtssprache ist übrigens Deutsch, wenn man mal von unseren Nachbarn absieht. Diese unterhalten sich nämlich quer über den Innenhof, es soll sich dabei wohl um Spanisch handeln, was man aber nicht immer nachvollziehen kann, nicht weil sie so schnell sprechen, sondern weil sie es auch noch undeutlich machen.

Wie dem auch sei, wir überlegen eine Art Roadtrip zu machen. Das Semester beginnt erst in zwei Wochen und somit haben wir genug Zeit. Nordspanien soll ja interessant sein, mehr dazu aber im Laufe der Woche!

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