Sprechstunde wegen der ERASMUS-Dokumente II

Nach dem ich gestern schon mal versucht habe, also vorbildlicher Student, mit Noelia über die ERASMUS-Dokumente zu sprechen – der Versuch scheiterte weil unsere Ansprechpartnerin vom oficina realaciones internationales nicht da war – versuchte ich es heute noch einmal: Gleiche Zeit, gleicher Ort und wieder erwarten war Noelia auch da.

Ein paar ERASMI allerdings ebenfalls, es scheint als hätten wir alle die gleiche Idee gehabt. Eine der Französinnen lächelt mir zu und David ist auch hier, David kenne ich ja von der ERASMUS Quiz Party und der ERASMUS Quiz Party Afterparty der vorletzten Nacht. 40 Minuten wartet er übrigens schon.

In der nächsten 60 Minuten füllt sich das Treppenhaus weiter, so das am Ende 15 Personen auf Noelia warten. Witziger Weise treffe ich auch Sonia hier, sie erklärt mir das ich meine Dokumente wohl auch auf den Computern im Computerraum bearbeiten und sogar auch gleich ausdrucken kann. Sie hat übrigens das gleiche Problem, unsere Koordinatorin Margarita kann uns die benötigten Unterschriften nicht bis zum 20. Oktober geben, da sie nicht da ist. Die Formulare konnte ich übrigens gleich und sofort mit meinem Spielzeug ausfüllen, hat 5 Minuten gedauert.

Die Französin die mich eben noch angelächelt hat, keine Ahnung woher wir uns kennen, war nach David dran und lies sich ihre Formulare von Noelia ausfüllen … wieso dies aber dann eine halbe Stunde dauerte, konnte sich keiner der wartenden erklären! Aber Noelia, bzw. die spanische Bürokratie, sind eine Philosophie für sich.

  • Sonia hatte sie heute morgen weggeschickt, weil sie ihre Formulare handschriftlich ausgefüllt hat, die handschriftlichen Formulare der Anderen hat sie angenommen.
  • Einen anderen Deutschen hat sie weggeschickt, weil er nur einen Teil der Formulare dabei hatte, den Teil den er gestern nicht abgeben konnte … wirklich! Er soll alle anderen Formulare noch mal ausdrucken und gemeinsam abgeben.
  • Die handschriftlichen Formulare und Nachträge ein paar deutscher Studentinnen hat sie akzeptiert und trägt sie selbstständig nach!

Ob sie Sonja und mir helfen konnte und wie lange wir denn nun insgesamt gewartet hätten? SrNaranja wartete 60 Minuten, Sonja knapp 40 und Noelia brauchte uns nicht helfen. Sonja hat heute morgen eine E-Mail an Margarita, unsere Koordinatorin von der wir die Unterschrift benötigen, geschickt um wegen der Sprechstunde zu fragen. Wir könnten also gleich vorbei kommen, sie ist für eine halbe Stunde im Büro … also kurz im Computerraum vorbei um meine Formulare auszudrucken und fertig!

Sprechstunde wegen der ERASMUS-Dokumente I

Was denn für Erasmusdokumente? Nun ja, da wären zum Beispiel das Learning Agreement, also eine Vereinbarung über die zu besuchenden Seminare, und eine Course List, eben diese Seminare und Blätter für Punkteteilungen. Letztere brauchen zumindest diese Studenten, die nur ein halbes Jahr an der ausländischen Universität studieren, aber an Ganzjahreskursen teilnehmen wollen. So werden also die Punkte einfach geteilt, aus 8 Punkten werden also 4 Punkte.

Als vorbildlicher Student erledigt man dies natürlich rechtzeitig vor dem letzten Abgabetermin, dem 20. Oktober, also übermorgen. Die Erasmusdokumente müssen bei Noelia im oficina relaciones internationales am Campus El Milán abgegeben werden und genau da bin ich also gerade hinmarschiert. Nicht das ich die Formulare schon ausgefüllt hätte, aber um zu Fragen wie wir die Unterschriften von unserer Fakultätskoordinatorin bekommen sollen, wenn sie heute nicht mehr und morgen und übermorgen gar nicht da ist?

Daraus wurde allerdings nichts, denn Noelia war gar nicht im Büro? Es hing ein Zettel an der Tür, sie würde gerade einen Kaffee trinken und in circa 30 Minuten wieder da sein. Das muss man sich mal vorstellen, die Öffnungszeiten sind von 10 bis 14 Uhr und eine halbe Stunde sind davon Pause? Wobei Noelia gewöhnlich erst um 10:15 Uhr im Büro auftaucht? Ich möchte auch so einen Arbeitsplatz haben, echt!

Ich habe übrigens nicht gewartet 🙂

Ausflug nach Cavadonga: Zwischenstopp Arriondas

Covadonga Asturien: Arriondas mit den Erasmusstudenten

Den Halt in Arriondas als Zwischenstopp zu bezeichnen ist vielleicht etwas untertrieben, denn nicht nur hielt unser Bus 1 hier, die anderen beiden Buse standen hier bereits. Der Park La concordia war also von vielen, vielen, vielen, ERASMI (Erasmusstudenten) bevölkert.

Arriondas Asturien: Eingießen von Sidra will geübt sein, Julia

Hallo hier, Hallo da, in Endeffekt bin ich bei Jana im Tisch hängengeblieben, wir haben die Vorlesungen zur Amerikanischen Kultur und Geschichte gemeinsam … Jana kommt aus Estonien, genauso wie Margit, die ebenfalls am Tisch saß. Jenny aus dem Vereinigten Königreich, Deborah aus Belgien, und zwei weitere junge Damen aus Deutschland sassen dort aus. Einer der Italiener fragte uns ob wir denn mitkommen wollen, in die „Stadt“ um Sidra zu trinken, que buena idea, welche gute Idee. Dumm nur das wir die Italiener zwischendurch verloren und so alle zu siebend los sind.

4 Flaschen später und diverse Eingießversuche später ging es dann auch wieder zum Park zurück, die anderen beiden Busse sollten etwa eine halbe Stunde vor unserem Bus losfahren, nach Ribadesella, wo wir gerade herkamen.

Kaum sitzen wir im Bus, auf den gleichen Plätzen wie bisher, also zweite Reihe, fragte auch einer unserer Begleiter ob wir im Bus 1 richtig seinen. Mein erschrockenes Gesicht und joder-Ausruf, äh Sche*** oder so ähnlich … nicht jugendfrei, überzeugte ihn nicht recht, die Begleiterin hinter ihm entgegnete mir auch gleich te conosco, dich kenne ich. Na gut, beim nächsten Mal trage ich kein oranges T-Shirt … oder eher nicht!

Ausflug nach Cavadonga: Auf und Ab in Ribadesella

Ribadesella Asturien: Strandpromenade

… nachdem wir die fehlenden ERASMI (Erasmusstudenten) in Gijon aufgegabelt eingeladen hatten, und auch keinen weiteren freien Platz im Bus hatten, ging es weiter in Richtung Ribadesella. Ein kleines verschlafenes Dorf an der asturischen Küste.

Viel zu sehen gibt es ehrlich gesagt nicht, es sei denn man interessiert sich für tolle Wellen und einen breiten Strand, aus Steinen allerdings, oder für Amateur-Bergsteigen. Ein Teil der Stadt befindet sich auf einer Art Landzunge und der andere auf dem gegenüberliegenden Ufer, bzw. am Berghang. Diesen Berg ging es natürlich hinauf … blauer Himmel, Sonnenschein: toller Ausblick und ein Foto nach dem anderen.

45 Minuten Pause sollten wir dort haben, um die Stadt zu erkunden, viel zu sehen gab es allerdings nicht und der nationale Feiertag machte es nicht einfach eine Bar zu finden. Die erste hatte gar keine pinchos, bei der zweiten hatten wir mehr Glück und auch ein Eis lies sich für SrNaranja auftreiben, nett!

Ausflug nach Cavadonga: unterwegs mit dem Bus

Erasmusausflug Oviedo

… 3 Busse standen am Plaza de la Gesta heute Morgen um 9 Uhr. Dort sollten wir uns zum Ausflug nach Cavadonga treffen, 165 ERASMI (Erasmusstudenten) hatten sich letzte Woche in die Liste eingetragen, so viele waren wir heute morgen wohl nicht. Könnte es vielleicht sein, dass ein Grossteil der La Lila fiesta – Teilnehmer noch wegen Vollrausch im Bett liegen … war SrNaranja nicht auch dort? Hm …

Ob jetzt drei Busse losgefahren sind oder nur zwei, wir sitzen im Ersten und wo der Zweite abgeblieben ist, weiß ich nicht. Fakt ist jedoch das unser Busfahrer durch Gijon irrt und der andere Bus definitiv nicht hinter uns fährt … na mal sehen ob wir doch noch in Cavadonga ankommen. Ach, der 12. Oktober ist hier in Spanien ein Nationalfeiertag und morgen fällt die Uni weitgehend aus.

Upadate: Anscheindend haben wir nur nach ein paar weiteren ERASMI (Erasmusstudenten) gesucht, diesen nämlich die in Gijon studieren und ebenfalls mitfahren wollen. Es geht jetzt erst nach Ribade-wasweißich und erst später nach Cavadonga … Essen wollen wir auch zwischen durch todos juntos, alle gemeinsam, also auch mit dem anderen Bus.

Bescheid für das Erasmusstipendium für das Wintersemester 2006/2007

Liebe ERASMUS-Studierende,

nun ist es endlich soweit, dass ich Ihnen mitteilen kann, dass wir Ihre erste Stipendienzahlung angewiesen haben. Ihre Provisional Confirmation of Period of Study ist zwischenzeitlich bei uns eingetroffen und unsere Zahlung erfolgt fuer den gesamten bescheinigten Zeitraum (bei Aufenthalten im Wintersemester). Falls Sie das gesamte Studienjahr im Ausland bleiben werden, haben wir das Stipendium zunaechst bis einschliesslich Januar 2007 auf Ihr Konto angewiesen. Eine zweite Zahlung wird dann voraussichtlich im Februar 2007 erfolgen. Zusaetzlich werden alle nach Abschluss der Aufenthalte (im Sommer 2007) eine Nachzahlung erhalten. Erst dann verfuegen wir naemlich ueber die Gesamtaufenthaltsdauer aller Studenten (durch die eingereichten Confirmations of Period of Study) und koennen dann unsere Restgelder an alle gleichmaessig verteilen

Da wir vorerst eine Sicherheitssumme fuer das Sommersemester zurueck halten muessen, erhalten Sie zunaechst folgende Zahlung: Fuer Aufenthalte in den sogenannten Hochpreislaendern (DK, S, N, GB, ISL, FIN und Paris) wurden monatlich 95,- EUR angewiesen. Aufenthalte in allen anderen Mitgliedsstaaten werden mit monatlich 85,- EUR bezuschusst.

Mit einem Eingang auf Ihrem Konto koennen Sie in ca. 10 – 14 Tagen rechnen.

Ui, das klingt ja gar nicht schlecht. Interessant ist die E-Mail gerade deshalb weil ich meine neue Anmeldung doch gerade erst heute in den spanischen Briefkasten geworfen habe. Es muss dazu gesagt werden, dass wir eigentlich schon angemeldet waren und das Formular nachträglich geändert wurde und genau dieses liegt bestimmt noch im gelben Briefkasten hier.

Nun ja, warten wir mal zwei Wochen ab, das Geld schadet gewiss niemanden!

Sprachtandem mit einem Einheimischen

Die Universidad de Oviedo versucht sich großartig um seine ERASMUS-Studenten zu kümmern, es gibt ein Tandemprogramm zum Erlernen der Sprache und eine Art Tutorprogramm um den Einstieg in den Unialltag zu erleichtern. Natürlich hat sich SrNaranja für beides angemeldet.

Mein a-duo, das ist das besagte Tutroenprogramm, meldete sich eine Woche nach der Bestätigungsmail, jedoch nur um mir mitzuteilen das er keine Zeit hätte … Pustekuchen also. Mit meinem Sprachtandem klappte das besser, Pablo und ich trafen uns heute, nach dem ihm Montag etwas dazwischen kam, doch. Das Programm ist zwar für Studenten gedacht und daher ist es schon verwunderlich das Pablo gar nicht studiert, aber wir sind ja in Spanien und da ist so lange alles in Ordnung so lange es irgendwie funktioniert.

Eine Stunde haben wir uns im „Titanic“ unterhalten und Vokabeln ausgetauscht. So ist Pablo eigentlich Ingenieur (ob er damit nun Mechaniker oder studierter Ingenieur meint habe ich nicht verstanden) und arbeitet aber als LKW-Fahrer. Spanisch lernte er „nebenbei“, zum Beispiel Tandems, und bei einem drei-monatigen Sprachaufenthalt in Berlin. Berlin? Na da hatten wir natürlich was, bei dem auch SrNaranja mitreden kann: Berlin!

Den nächsten Termin haben wir noch nicht festgelegt, nächste Woche ist die erste Studienwoche und man weiß ja noch nicht wie das alles wirklich läuft, aber wofür gibt es denn das Handy!?

Meine tarjeta universitaria ist endlich da

Dieses Mal bin ich rechtzeitig ins Sekretariat der Philologie gegangen um meinen Studentenausweis abzuholen, anstehen musste ich trotzdem. Nachdem ich der Dame verständlich machte das ich meine tarjeta universitaria abholen und nicht erst beantragen möchte, fing sie auch so gleich an den Stapel zu durchsuchen. No, no, no, no, la tarjeta no esta aqui. Meine Karte sei wohl nicht mit dabei!

Eine Frechheit! Meine Karte war die zweite auf dem Stapel und nachdem ich ihr dies auch noch verständlich machen konnte, und das Foto wenigsten ansatzweise SrNaranja wieder spiegelte, händigte sie sie mir auch aus! Also wirklich! Auf jeden Fall ist es jetzt offiziell: Señor Naranja ist ein Student der Universität Oviedos.

Mit Erasmus in Oviedo: Bürokratie nach deutschem Vorbild

Die Erasmi, Mehrzahl für Erasmus-Studenten (?), sind in Oviedo angekommen, schlussendlich und in Massen. Woher ich das weiß? SrNaranja war vorhin im Oficina de relaciones internationales um ein Formular abzugeben. Abgeben ist eigentlich nicht das richtige Wort, denn nachdem er eine Viertel Stunde wartete, musste er erstaunt hören das er sich sein Formular dann nächsten Donnerstag abholen könne! Deutsche und Italiener überwiegen hier übrigens, und bei den Deutschen kommt bestimmt jeder zweite aus Bochum, sind Oviedo und Bochum doch hermanas, Schwesterstädte.

Was ist das denn für ein Formular, das vier Werkage Zeit zur Bearbeitung braucht? Es handelt sich um ein certificate for provisional status, eine vorläufige Bestätigung über die Einschreibung an der Universität, oder so ähnlich. Einzutragen sind dabei lediglich der Name, der Zeitraum, ein Datum und eine Unterschrift. Alles in allem ein Arbeitsaufwand von 3 Minuten, die Spinnen die Spanier!!!

Besser sollte es aber trotzdem noch noch werden. Ich wollte meine tarjeta universitaria, meinen Studentenausweis, abholen. Die Sekretariate in den Fakultäten haben täglich bis um 14:00 Uhr geöffnet, zumindest alle ausser dem der Philologie oder um genau zu sein, die Anglistik in Oviedo. Diese macht schon um 13:30 Uhr zu, 5 Minuten bevor SrNaranja dort auftaucht! Wie bitte!?

Naja, das sind wir ja als Deutsche gewohnt, das mit der Bürokratie! Was wir allerdings einstimmig ablehnen ist die Unfähigkeit der Spanier Englisch zu sprechen, nun könnte man meinen das wir ja selbst Spanisch lernen wollen. Kann mir mal jemand den Sinn darin erklären, dass niemand im oficina de relaciones internationales, dem Akademischen Auslandsamt, in der Lage ist Englisch zu sprechen? Ich meine können die das wirklich nicht oder wollen sie einfach nur nicht!?

Anmeldung in der Fakultät: Ein neuer Stundenplan muss wohl her

Was stand noch gleich auf dem Eingangsschild zum Thema Öffnungszeiten? 10:00 – 14:00 Uhr, genau. Um 10:15 Uhr taucht die Koordinatorin für die Erasmusstudenten auf, typisch spanisch. Die Anmeldung war noch recht einfach, einfach die Daten vergleichen und für a-dou, eine Art Tutorprogramm, und Sprachtandem anmelden, fertig.

So einfach sollte es dann aber nicht weiter gehen, denn mein Learning Agreement, und somit mein Stundenplan, funktioniert nicht! Der Grund ist das spanische Bildungssystem, dieses bietet drei Zeiträume für Kurse an: erstes Halbjahr, zweites Halbjahr und das gesamte Jahr. Als Erasmusstudent, welcher nur für ein halbes Jahr in Oviedo ist, kann SrNaranja nur Kurse für das erste Halbjahr belegen … wie bitte?

Jetzt muss sich SrNaranja nicht nur neue Kurse zusammen suchen, so viele gibt es da leider gar nicht, er muss sich auch mit jedem einzelnen Dozenten in Verbindung setzen um zu fragen ob ich am Kurs teilnehmen darf! Na gut, auf diesem Weg könnte ich auch gleich Fragen ob es Möglichkeiten gibt die Anzahl der Punkte zu erhöhen, Herr Enter, mein Koordinator in Greifswald, meinte dies sei wohl problemlos möglich … vamos a ver, wir werden sehen!

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