Nachdem schon El Canto del Loco hier war und auch Melendi bei San Mateo spielte kam mit La Oreja de Van Gogh erneut eine der bekanntesten spanischen Bands nach Oviedo. Es ging also wieder in Richtung Complejo Deportivo Municipal San Lázaro, ohne Schirm und ohne Regenjacke weil SrNaranja entschied: “Es regnet heute Abend nicht!”.
Wie sollte es auch anders kommen: La Oreja de Van Gogh spielt eine knappe halbe Stunde als innerhalb von wenigen Sekunden ein einsetzender leichter Nieselregen zu einem ausgewachsenen Wasserfall mutiert. Martha und SrNaranja stürzten sich schnellst möglich unter eines der Hochhäuser, dort war es zwar relativ trocken, wenn der Wind den Regen nicht seitlich unter das Haus blies, aber kalt war es trotzdem.
Das SrNaranja absolut keinen Einfluss auf das Wetter hatte, musste er spätestens anerkennen als wann immer er meinte, dass man jetzt ja losgehen könne, der Regen und Donner erneut einsetzte. Das Konzert musste im übrigen abgebrochen werden, was dafür sorgte das Hunderte Menschen die Straße entlang gingen, meist komplett durchnässt. Manch einer wohl auch deshalb, weil die Straße zu einer Wasserlandschaft wurde, durch die dennoch Autos fuhren. Wie sich fahrende Autos und Wasser zusammen verhalte, vor allem wenn Passanten auf dem nebenliegenden Bürgersteig laufen, wissen wir ja alle!
Wie liessen den Abend im Cafe Oriental ausklingen, bei chocolate español, welche man getrost mit dem Löffel konsumieren konnte, und einem pincho de tortilla für SrNaranja … que tipico, wie Cesar später sagen wird!
Noche de fuegos artificiales, die Nacht der künstlichen Feuer, gemeint ist ein Feuerwerk. Dieses soll heute um Mitternacht beginnen und den Höhepunkt von San Mateo darstellen. Und tatsächlich scheint die ganze Stadt auf den Beinen zu sein, sämtliche Straßen in Richtung Parque de invierno sind gefüllt mit Menschenmassen. Verlaufen kann man sich so auf keinen Fall!
Als wir 20 Minunten vor dem Beginn ankommen ist der Park schon voll und auch die angrenzenden Straßen bieten nur noch bedingt Platz. Pünktlich um Mitternacht mit 15 Minuten Verspätung fliegen dann auch die ersten Raketen gen Himmel! Vom knapp 20 Minuten dauernden Feuerwerk haben die Besucher jedoch kaum etwas mitbekommen. Es bildete sich eine große Nebelwolke durch die man zwar das Knallen der Feuerwerkskörper hörte, jedoch nur einen bunten Himmel sehen konnte. Schade eigentlich.
Ein paar Fotos haben wir mit Lexis Digicam gemacht, werden nachgereicht.
Blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme 28 Grad in der Stadt, was will man mehr? Nun ja, für den geplanten Road Trip noch einen Reiseführer zum Beispiel oder eine Spanischgrammatik? In der Stadtbibliothek werden die das wohl haben, neben einer großen Sammlung an CDs und DVDs. Um letztere aber alle anzusehen fehlte es SrNaranja allerdings an Durchhaltevermögen.
Das gute Wetter habe ich aber dennoch genutzt, ich habe es endlich geschafft die Postkarten zu schreiben, einige zumindest. Den Rest schreibe ich heute Abend und dann kommen sie morgen in den Briefkasten! Ach, im Sportladen habe ich mir eine Schwimmbrille gekauft so das mir nur noch die Badelatschen fehlen, die seit über einer Woche schon mit der Post unterwegs sind, um denn dann Schwimmen gehen zu können.
Heute Abend spielt Melendi im Complejo Deportivo Municipal San Lázaro und das will sich SrNaranja natürlich nicht entgehen lassen, finden sich doch ein paar seiner Songs auf meinem iBook wieder.
Leider wussten wir nicht genau wo sich der Complejo Deportivo Municipal San Lázaro befindet und das mit dem Stadtplan war dann doch nicht so einfach. So zog es uns erst in den südlichen Teil der Stadt bevor wir dann doch den Weg in Richtung West-Südwest fanden und schließlich dem Lärm der Musik folgten.
Das Konzert fand übrigens in einem Stadion statt, welches aber problemlos von der Anhöhe aus beobachtet werden konnte. Die Logik dahinter, Karten für ein Konzert zu verkaufen, was man von der Straße auch gratis verfolgen kann, versteht SrNaranja nicht wirklich. Lange blieben wir jedoch nicht, etwas Trinken wollten wir noch gehen, in der Altstadt.
Am Plaza de Paraguas fanden wir uns dann wieder, nachdem wir schon vorher eine Flasche Sidra organisierten und aber keinen gemütlichen Platz ausmachen konnten … mit dem Sidraeingießen ist es so eine Sache. Fotos werden nachgereicht!
Der Titel mag verwirrend sein, aber etwas besseres fiel SrNaranja nun mal nicht ein. Was ich damit eigentlich sagen wollte ist, dass in der vermeintlichen spanischen Wohngemeinschaft heute kein einziger Spanier anwesend war und stattdessen Lexi, Martha und SrNaranja alleine zu Abend aßen. Iria ist mit ihrer Mutter in Rom und Ismael ist nach Galizien gefahren, nach Hause.
So gab es also Spirellis mit Tomatensauce, ein typisches deutsches Abendbrot, zumindest was die Uhrzeit angeht, denn die Spanier essen selten vor 21:00 Uhr zu Abend! Die aktuelle Amtssprache ist übrigens Deutsch, wenn man mal von unseren Nachbarn absieht. Diese unterhalten sich nämlich quer über den Innenhof, es soll sich dabei wohl um Spanisch handeln, was man aber nicht immer nachvollziehen kann, nicht weil sie so schnell sprechen, sondern weil sie es auch noch undeutlich machen.
Wie dem auch sei, wir überlegen eine Art Roadtrip zu machen. Das Semester beginnt erst in zwei Wochen und somit haben wir genug Zeit. Nordspanien soll ja interessant sein, mehr dazu aber im Laufe der Woche!
…zum Plaza de paraguas hatte es uns heute Abend schon verschlagen und als SrNaranja auffiel das diese Musik doch was für Carlos wäre, und das Handy auspackt und eine mensaje, SMS, zu schreiben winkt ihm jemand entgegen. Carlos!
Nicht nur Carlos war dabei, Carmen, seine Freundin, zwei seiner Brüder und und und, zusammen sollten wir Acht Personen sein. Ob wir mit in die Bar kommen wollen um pinchos zu essen? Warum nicht, blöd war nur das die Bar schon gar keine mehr hatte. Also gingen Carmen, Carlos und SrNaranja los um welche zu organisieren.
Als wir mit 15 pinchos und ein paar Tüten Chips unter dem Arm wieder kamen, hatte der Rest schon mit dem sidra angefangen. Die Verpflegung hielt natürlich nicht lange, die sidra allerdings schon. Wie das mit dem Gruppenzwang und dem Alkohol so ist, Eines führte zum Anderen und jeder durfte sich am Sidra-eingießen versuchen!
Enden sollte der Abend dann erst viele weitere Sidraflaschen später enden. Zuerst ging es jedoch in eine Bar um vor dem einsetzenden Regen zu fliehen. Sidra gab es dort nicht, aber Cesar hatte dennoch etwas zu Trinken organisiert, Gruppenzwang galt hierbei aber nur für den Trinkpart sowie die Gruppenfotos. SrNaranja sollte sich davon mal einen Abzug organisieren, denn seine Digicam ist nach wie vor auf dem Weg nach Spanien.
Nach der Bar verschlug es uns in Richtung Historisches Universitätsgebäude, dort trafen wir wieder ein paar “alte Bekannte”, aus dem”la casa posafuelles” nämlich. Die arbeiteten dort an einem/r Festzelt/Festbar bzw. haben sich an diesem zusammengetan. Wir verabschiedeten uns um 2:30 Uhr,für spanische Verhältnisse viel zu früh … aber noch sind wir ja Touristen, die dürfen das!
Seit gestern heißt es Oviedo ganz offiziell im Ausnahmezustand. Es gibt keine Parkplätze in der Innenstadt und auch die Parkhäuser sind ausgebucht, die Straßen und Plätze sind gefüllt mit Menschenmassen und die Kinder, die sonst schon spät ins Bett müssen, dürfen noch länger draussen bleiben!
Im Flyer für San Mateo stehen heute Abend drei Konzerte Rock, Techno und was anderes. Das andere sollte auf dem Plaza de la catedral statt finden und war somit unser erster Anlaufspunkt. Vergleichsweise pünktlich, also um 21:30 Uhr beginnt auch M Dolores Pradera zu singen.
Etwa 50 Jahre älter müssten wir wohl sein, wie der überwiegende Rest des Publikums, um diese Musik ansprechend zu finden, also ziehen wir weiter. Um 22 Uhr ist allerdings noch nicht viel los, die /c Mon ist recht leer und so bleiben wir auf der Plaza de Paraguas hängen. Der Platz des Regenschirm heißt im übrigen so, weil dort ein großer Regenschirm aus Beton und Holz steht, die Musik die wir hören ist wohl Reggae.
Bier kostet 2,20 € pro Flasche, ziemlich unverschämt, weil das galizische Estrella schmeckt nicht.
Was ist eigentlich San Mateo? Kurz und knapp gesagt sind das 10 Tage Party in der Stadt, ein einziges Volksfest und die größte Attraktion Oviedos, zumindest wenn es nach den Einwohnern geht. auf jeden Fall gibt es jeden Abend Konzerte und auch tagsüber viele Verantsaltungen.
Heute Abend beginnt um 21:30 Uhr ein Konzert auf dem Plaza de ayuntamiento, mit Diego Martín, Julieta Venegas und Amparanoia. Martha und Ich wollen uns das zumindest ansehen und so sind wir vorsichtshalber schon um 21:00 Uhr da, wurde uns doch erzählt das es dort brechend voll werden wird. Durch den Regen bleibt der Platz aber ziemlich leer, es gibt noch 21:30 Uhr mehr oder weniger freie Platzwahl. Das sollte sich aber ändern, denn als der Regen nachlässt und sogar aufhört füllt sich der Platz.
Was zu Trinken wollten wir uns holen, und vielleicht etwas zu Essen. Das Getränk haben wir schnell gefunden, eine Flasche Sidra für lediglich 2,50 € sollte es werden, zwei Becher und fertig. Der Kellner machte uns auch gleich darauf aufmerksam, das mit dem Bestellen war nicht ganz einfach, das man Sidra nicht einfach ins Glas gießen darf … jaja, weiß ich doch!
So stehen wir kurz darauf wieder auf der Platz vor der Bühne und SrNaranja versucht sich im Sidra-Eingießen. Auch wenn die Hand, die die Becher hielt ziemlich nass danach war, ging es doch recht gut. Die Musik war nicht so ganz unser Geschmack, Diego Martín versuchte sich als Pop-Rocker und in einer Stunde Konzert hat mir nur ein Lied gefallen, das letzte.
Einen nahtlosen Übergang gab es dann nicht, noch 20 Minuten später wurde auf der Bühne gearbeitet und auch der Regen setzte wieder ein. Für uns hieß das also geordneter Rückzug, ein Bar sollte gefunden werden, möglichst mit Sitzplatz und einer funktionierenden Heizung. Im “Cafe Oriental” sind wir gelanden, auf Empfehlung von Kathi. Nett war es, warm und mit Sitzplatz, der Kellner kam an den Tisch und brachte auch die beiden caña con lemón, nur das pincho de tortilla gab es nicht mehr und das alternativ bestellte pincho de pollo kam nie an. Die Rechnung beglichen wir dann später an der Bar, nachdem uns der Kellner eine halbe Stunde lang nicht aufsuchte.
Das beste kam aber um 02:20 Uhr, SrNaranja liegt im Bett und schläft als sein Handy anfängt zu klingeln. Eigentlich wollten wir uns mit Carlos zum Konzert treffen, habe ihm auch geschriebn als wir losgingen, nur gab es da wohl ein Missverständnis, denn Carlos meinte wohl nach dem Konzert … nun gut, wir telefonieren mañana!
Als SrNaranja gerade vom Einkaufen zurück kommt und die Wohnungstür aufschließt kommt mir schon Iria entgegen, wir hätte eine neue Mitbewohnerin berichtet sie mir, una alemana, eine Deutsche. SrNaranja beißt sich erst Mal auf die Zunge, das war so nicht geplant, bin ich nicht vor etwas mehr als einer Woche in einer Wohnungsgemeinschaft mit drei Spaniern gezogen? Das Anna kurz darauf auszog habe ich ja berichtet, aber das jetzt jemand neues einzieht vor allem eine Deutsche, obwohl ich sogar ein paar Tage alleine sein sollte!?
Nicht das ich etwas gegen Alexandra hätte, so heißt meine neue Mitbewohnerin nämlich, ich kenne sie ja auch gar nicht. Ich hatte mir aber etwas dabei gedacht in eine Wohngemeinschaft mit ausschließlich Spaniern zu ziehen,aber ich bin wohl selbst Schuld. Warum habe ich denn heute mein Bett aufgebaut? Was das Bett jetzt damit zu tun hat? Ganz einfach.
Das alte Campingbett aus meinem Zimmer konnte dadurch in das, zur Abstellkammer umfunktionierte ehemalige Zimmer von Anna, gestellt werden. Na schauen wir mal.
Am Anfang der Woche hatten Iria und Ismael noch gescherzt das ab Mittwoch alles vorbei sei und sie danach eine große Party feiern würden. Gemeint waren die Prüfungen die sich bei den beiden bis zum Mittwoch hinziehen sollten. Als ich um 19:30 Uhr nach Hause kam wurde ich auch gleich von Ismael daran erinnert.
Um 23:00 Uhr ging es los, Ismael und SrNaranja sind in Richtung /c Gascone marschiert um dort Iria zu treffen, sie war Abends noch in der Oper. Das mit dem Treffen war gar nicht so einfach, denn während Ismael uns Ich drinnen warteten und die erste Flasche Sidra tranken, saß Iria draussen. Warum wir sie beim hereingehen nicht gesehen hatten? Sie unterhielt sich angeregt mit dem Nachbartisch, mit Henry der im übrigen aus Kuba kam.
Als wir also zu dritt am Tisch saßen haben wir Henry angeboten bei uns am Tisch zu sitzen, was er dankend annahm. Sechs Flaschen Sidra später und also wir in eine andere Bar wollten, lies sich Henry nicht davon abbringen die gesamte Rechnung zu bezahlen. So ging es also weiter, gesucht war eine Merengue oder Salsa Bar, gefunden haben wir dann das “Danny’s Jazz”. Die Besucher schon deutlich älter als auf der /c Gascone, und natürlich mit Jazzmusik im Hintergrund. Was ich Trinken wolle? Arg, eine Karte gab es nicht, also nehme ich das gleiche wie Iria. Was das war? Havanna Club Sieben Jahre mit Zitrone, hat geschmeckt und wieder habe ich keine Rechnung zu Gesicht bekommen, die nächste Runde bin ich also alleine zur Bar gegangen, und siehe da die kleine Fanta kostet 2,60 €.
Da wir immer noch keine Merengue oder Salsa Bar gefunden hatte ging es weiter, im Taxi übrigens. Dieses fuhr uns dann auch zu einer, der vermeintlich einzigen, welche aber geschlossen hatte. Nach 5 Minuten Taxifahrt und wieder am Ausgangspunkt suchten wir also etwas anderes zum Tanzen. Drei Bars / Discotheken suchten wir auf, bis wir in einer, “Morgana”, hängen blieben, die anderen, z.B. “Chevrolet”, waren praktisch leer so das wir gleich wieder gingen. Unterwegs gab es natürlich ein pincho de tortilla, so das der Abend runde 3,60 € gekostet hat.
In der letzten Disco blieben wir dann zwar nicht mehr lange, so das wir um 3:00 Uhr morgens schon wieder zu Hause waren. Spaß hatten wir jedoch jede Menge. Norman ist übrigens ab Samstag ein paar Tage allein und somit nach Irias Aussage chefe del piso, Chef der Wohnung. Es soll jedoch ein neuer Mitbewohner in der nächsten Woche kommen, Samuel, auf den ich ein Auge werfen soll, weil Iria ihn nicht kennt!? Nun gut, ojo con Samuel wie Iria es mehrmals betont, übrigens mindestens genauso oft wie sie mich orange juice nennt, also wirklich!
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