Das richtige Treffen mit der StudiVZ-Bekanntschaft

Wie ja gestern Abend schon geschrieben wurde, wollten Martha und SrNaranja unsere neue Studiverzeichnis-Bekanntschaft Freundin Kathi zum Thema Anglistikstudium in Oviedo löchern. So trafen wir uns im “Titanic” um die Ecke, angeblich die beste Bar am Campus “El Milan“. Da Martha schon Mittags in der Nähe war und SrNaranja nur 2 Minuten von der Bar entfernt wohnt haben wir uns schon 14:00 Uhr getroffen, im Titanic. Kaffee, Fanta und ein pincho de tortilla standen dann auf dem Tisch und während wir gemütlich im Warmen sassen fing draussen wieder das adturische Wetter an. Wind und Regen von links, dann Wind und Regen von rechts, dann nur Regen von oben, aber eimerweise … schade das ich meine Kamera noch nicht habe!

Als es 16:00 Uhr aufhörte zu Regnen sind wir dann auch gegangen, in der Tür stehend brummt mein Handy. Ob wir uns in 90 Minuten im “Titanic” treffen wollen, fragte Kathi. Machen wir, und um die Zeit zu überbrücken gehen wir ins nahe Einkaufszentrum. SrNaranja braucht noch wetterfeste Schuhe. Diese haben wir dort übrigens auch gefunden, im letzten Laden und sogar im Sonderangebot für nur 30 € … und sie sind nicht orange. Meine neue Badekappe schon!

So waren wir schon kurze Zeit später wieder im “Titanic” um uns mit Kathi über das Anglistikstudium, die Vorlesungen, die Dozenten und das Niveau zu unterhalten, und den ganzen Rest natürlich auch. Zum Beispiel wo man denn hier in Oviedo gut weggehen könnte und das San Mateo die Attraktion des Jahres ist und und und. Kathi hat SrNaranja auch dabei geholfen drei DVDs beim senegalesischen Händler zu kaufen, 11,50 € haben sie dann gekostet und auch wenn Kathi sagte mehr hätte ich nicht gehabt, um den Preis zu drücken, ich hatte tatsächlich nicht mehr in der Hosentasche. Die Qualität ist übrigens in Ordnung, und wer hätte gedacht das “Kebab Connection” ins Spanische synchronisiert werden würde!?

Viel schlimmer jedoch ist, dass SrNaranja caña con lemón probiert hatte nachdem er Kathi Biervergewaltigung vorgeworfen hatte. Erinnert sich ein Lesen noch an das australische “Two Dogs”, welches nach der Einführung das neuen Pfandsystems nicht mehr importiert wird? Caña con lemón schmeckt fast genauso … Sche***!

Frage nie einen Ex-Erasmus, ob er das "ca beleño" in Oviedo kennt!

Darf ich hier mal an vermeintlich mitlesende ehemalige Erasmusstudenten, so vor mindestens 5 – 6 Jahren, die Frage stellen: “Wie zum Teufel habt ihr euer Erasmussemester ohne Internet und Handy organisiert?” Was würde SrNaranja ohne dasStudivz.de und die sich dort gebildete “Erasmus en Oviedo – Gruppe” machen? Wie hätte ich ohne hospitalitiyclub.org eine kostenlose Unterkunft für die ersten Tage gefunden oder überhaupt Carlos kennen gelernt? Wie man seine Abendplanung ohne Handy organisieren solle, muss mir auch noch jemand erklären, vor allem weil eine Uhrzeit in Spanien wenig wert ist??? Nein, ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen!?

Wieso ich diese dramatische Einleitung schreibe? Heute Abend habe ich mich mit einer StudiVZ-Bekanntschaft Kathi verabredet, sie hat vor ein paar Jahren in Oviedo studiert und kommt seit dem jährlich zu San Mateo hierher. Woher ich denn Kathi kenne, die ja in Bochum studiert? Durch das Studivz.de und die “Erasmus en Oviedo – Gruppe”.

Wo habt ihr euch denn getroffen? Das ist eine witzige Geschichte, denn SrNaranja sollte eine Bar zum Treffen vorschlagen. Nicht das ich bisher in keiner Bar gewesen wäre, aber die Namen habe ich doch nicht im Kopf, und um 19:00 Uhr ist auch nicht gerade die Weggehzeit. Also durfte Carlos wieder aushelfen in dem er mir eine Bar empfahl die ich zwar noch nicht kannte, aber an der ich bereits vorbei lief … sie also wieder finden würde.

So schrieb ich also eine SMS “Im ca beleño?” an Kathi, und fragte ob sie das auch kennen würde. “Na klar!”, gut so viel zum Thema. Wieso wir uns getroffen haben? Äh, wir wollten uns über das Anglistikstudium in Oviedo unterhalten, die Veranstaltungen, die Dozenten, das Niveau und so. Es kam dann anders als geplant und plötzlich war es auch schon 21:30 Uhr und Kathi musste zu einem anderen Termin. Aber wir Treffen uns morgen Nachmittag noch mal, dieses Mal auch mit Martha, die sich heute Abend eine Wohnung ansehen ging.

Parque Principado: Das Monster von Einkaufszentrum bei Oviedo

Eigentlich wollten wir, Carlos und SrNaranja schon am Montag zu IKEA fahren, heute hat es dann auch geklappt. Mit dem Zug sollte es um 14:00 Uhr zum Parque Principado gehen, dem Monster von Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt Oviedo. Wer war natürlich pünktlich? SrNaranja stand Punk 14:00 Uhr vor dem Haupteingang, Carlos lies typisch Spanisch auf sich warten, erst 15 Minuten später tauchte er auf. Dramatisch ist das nicht, aber gewöhnen muss man sich an das akademische Viertel was hier wohl jeder Uhrzeit aufgeschlagen wird!

Bei IKEA angekommen gehen wir erst auf die Suche nach dem Bett, durch den Laden spazieren und nur gucken fand Carlos nicht so spannend. Gefunden haben wir es dann recht schnell, sieht doch ein IKEA aus wie der andere. Wohl dem das Carlos dabei war, im Gegensatz zu den meisten Asturianern verstehe ich sein Spanisch, denn das in meiner eigentlichen Kalkulation ein Lattenrost fehlte wäre mir erst beim zusammenbauen aufgefallen!

Das der Parque Principado ein Monster von Einkaufszentrum schrieb ich ja bereits, dort ist so ziemlich alles an Läden vorhanden was man sich vorstellen kann. So zog es uns noch zu fnac und Media Markt bevor wir die Sachen bei IKEA abholten und zum Bahnhof trugen. Kaum dort angekommen fing es auch schon an zu regnen: ein durchgehender Wasserfall, typisch für die Region Asturien.

Das beste sollte aber noch kommen, die drei Bettteile und die Lampe, die ich Iria mitbringen sollte, mussten vom Bahnhof in meine Wohnung transportiert werden. Der Regen hat in Oviedo schon aufgehört gehabt, als wir ankamen. Spaß hat der Transport aber trotzdem nicht gemacht und nach dem wir angekommen waren, hatte SrNaranja auch keine Lust mehr das Bett aufzubauen: mañana, morgen – typisch spanisch.

Der Besuch im Einkaufszentrum ging natürlich nicht ohne Pleiten, Pech und Pannen vorüber. So war SrNaranja begeistert von den Preisen der perritos calientes, der Hot Dogs, bei IKEA. Nur 50 Cent sollte einer kosten, also nichts wie hin. Dumm nur das IKEA hier keine Selbstbedienung für Gurken und geröstete Zwiebeln hatte und diese nur an der Kasse erhältlich waren. Der Hot Dog für 50 Cent war dann auch nur ein Brötchen und das Würstchen …

Ein halbes Erfolgserlebnis gab es dann auch noch. Seit Ende September 2002 sucht SrNaranja konstant nach einem Album einer spanischen Musikgruppe, vergeblich. Ach und wenn SrNaranja vergeblich sagt, dann kann der Verkäufer noch so betonen das man ja mal im Internet gucken könne! Das halbe Erfolgsergebnis war dann bitte was? Der Verkäufer bei Media Markt hat die Band, “Reach” mit dem Album “Reach” und der Single “Sigo sin dormir” beides im Computer gefunden, aber danach festgestellt das sie ausgelistet sind, also nicht mehr lieferbar. Na toll!

Achtung: Im Fahrstuhl gibt es kein Licht

SrNaranja kommt gerade vom Einkaufen wieder, bei Alimerka bin ich gewesen. Haustür aufgeschlossen, zum zweiten Fahrstuhl gegangen und den Knopf gedrückt, gewartet und die Tür geöffnet: no hay luz!? Fasr völlig dunkel war es im Fahrstuhl, wenn man mal vom Etagenknopf und der kaum sichtbaren Etagenzahl absieht.

Nach oben gefahren bin ich trotzdem, auch wenn es schon ein komisches Gefühl war. In der Küche angekommen, um den Einkauf in den Kühlschrank zu sortieren, erzähle ich Iria gleich das im Fahrstuhl kein Licht ist. Yo se, ich weiss, entgegnet sie mir, scheint wohl schon länger gewesen zu sein.

Warum ich das beim losgehen nicht schon gemerkt hatte? Ich nahm die Treppen, denn runter laufen geht ja problemlos :)

Wäschewaschen und Aufhängen mit Hindernissen

Iria hat mir noch vor dem Wochenende erklärt wie man denn die Waschmaschine benutzen muss. Den Knopf auf 4 oder 5 drehen, Waschmittel reinmachen und fertig … Warten … Aufhängen. Das Warten war dann doch sehr zeitaufwendig, das Programm lief wirklich 3 Stunden! Unglaublich, und das soll noch der Schnelldurchgang gewesen sein, ich glaube ich frage da wohl noch mal nach!

Die Waschmaschine wurde dann doch irgendwann fertig, und das viele Schleudern hat auch dafür gesorgt, dass die Wäsche relativ trocken war. Es half jedoch nichts, sie musste noch auf die Leine. Die Leine ist übrigens im kleinen Innenhof gespannt, im Achten Stock, vor den Fenstern der Küche und meinem Zimmer. Der Anblick von oben sieht gar nicht so schlimm aus, aber als mir eine Klammer aus der Hand fiel und sie ewig brauchte bis sie unten ankam … naja!

So hängt sie jetzt da, meine sehr orange Wäsche und in zwei bis drei Stunden wird sie wohl Trocken sein. Da hatte ich aber die Rechnung ohne dem Wetter gemacht, dieses meinte doch tatsächlich Blitz und Donner mitbringen zu müssen, gepaart mit Regen. Blöd vor allem weil die Wäsche danach nasser war als zuvor!

Das Highlight des Abends war übrigens der Blitzeinschlag im Hof, mit ohrenbetäubenden Lärm. Ein Blick aus dem weit geöffneten Fenster: Die Wäsche ist noch da und auch die Nachbarn, diese gucken genauso ungläubig wie SrNaranja auch, es scheint aber nichts passiert zu sein!

donde esta la calle de sideria – Wo ist die Straße der Sideria-Bars

SrNaranja, der ja so wahnsinnig spanisch und einheimisch aussieht, wurde heute erneut nach einer Auskunft gefragt. Wo die Straße der Sidreria-Bars sei, wollten die beiden wissen und wider erwarten konnte ich es ihn erklären, auch mit meinem Spanisch … wohl dem das Carlos mich auf einen paseo por la ciudad genommen hatte!

Das erste Wochenende in Oviedo

Es ist Sonntag Abend und was hat MrOrange das ganze Wochenende über gemacht? Äh, nicht viel: am Stundenplan gebastelt, im Internet gesurft, sich die Stadt angesehen und mit meinen Mitbewohnern zu Abend gegessen.

Meine Mitbewohner, jetzt also nur noch Iria und Ismael, sind noch total im Prüfungsstress. Nächste Woche haben sie ihre examenes und verbringen fast ihre gesamte Zeit in ihren Zimmern. Nur zum Essen kommen sie raus … also der ideale Zeitpunkt für Konversation. Während wir yogur essen, und queso y jamón schneiden lässt es sich wunderbar darüber philosophieren wie schön Europa doch ist, und wie wichtig die deutsche Sprache für das Musikstudium in Spanien ist, und und und und und und … es ist auf jeden Fall witzig. Ismael hat momentan Besuch aus Uruguay, so das wir also zu viert da sitzen.

Ach, bevor ich das vergesse. Am Sonntag morgen war ich wieder auf der Suche nach offenen WLANs, erfolgreich natürlich. Auf dem Rückweg allerdings hielt ein Auto vor mir an und fragte mich wo man denn hier Sidra kaufen könne. Nach dem ich aber anfing zu erklären das ich nicht wüsste … viel mir der Spanier ins Wort: Bist nicht von hier und fuhr weiter!

In einem Café in der Altstadt

Mit Martha und ihrer Mutter war ich gegen 15 Uhr am oficina de relaciones internationales verabredet, etwas Trinken gehen wollten wir. Heute ist übrigens ein Feiertag in Oviedo, jedoch nicht irgendein Feiertag. Es ist der Nationalfeiertag, wie mir gestern Abend erklärt wurde. Wie das genau zusammen hängt weiss ich leider nicht, aber irgendwas mit einer Jungfrau, die entweder covadonga hiess oder dort, weil das ist eine Sehenswürdigkeit in der Nähe, irgendwas besonderes gemacht ha … die Legenden mal wieder.

Getroffen haben wir uns und kurz darauf ein Café gefunden in dem wir uns dann niederliessen. Die beiden wollen morgen übrigens nach Madrid fahren, etwas mehr als 5 Stunden im Bus! Was mich ja daran erinnert, ich kenne ja auch jemand in der Nähe, in Toledo nämlich … Doña Ramona? Auf jeden Fall blieben wir eine ganze Weile in Café sitzen, wie auch die Spanier um uns herum … das scheint ein wahrer Volkssport zu sein: im Café sitzen.

Das Nachtleben in Oviedo: Cola Cao in der Küche

Mit Carlos bin ich verabredet, die Bar soll La casa posa fuelles heissen, Iria sagte der Name zwar gar nichts, aber die c/ Gascone ist ja als calle sideria, Straße des Sidra-Bars, bekannt. Sidra? Das ist eine Art Wein aus Äpfeln, schmeckt stark säuerlich und schmeckt SrNaranja noch nicht wirklich: tengo tiemp para acostumbrar. Werde wohl noch etwas Zeit brauchen bis mit das schmeckt. Viel Spaß wünscht mir Iria trotzdem!

Den Namen hatte SrNaranja übrigens fast richtig “la casa posafuelles“, dumm nur das sich die Bar nicht so leicht finden lies, aber wofür hat man denn ein movíl, Handy? Carlos angerufen, welcher übrigens zu spät war, was aber typisch Spanisch ist, und einen Treffpunt ausgemacht. Die Bar befindet sich übrigens nur in der Nähe der c/ Gascone, wo genau weis ich allerdings gar nicht mehr … auf jeden Fall ist die Bar typisch asturisch. Das ist nicht nur der Name des Bundeslands, Asturien, sondern auch ein spanischer Dialekt. So gibt es dort eine große Sammlung an Büchern, auf asturisch natürlich, und traditionelle Livemusik, und sidra natürlich.

Was hast du da gemacht SrNaranja? Zum einen hat mich Carlos seinen ganzen Freunden vorgestellt und zum anderen gab es jeden Menge sidra und Gespräche, in denen es sich nicht nur um die Frage “Porque estudias en Oviedo, warum ich in Oviedo studiere, drehte. Nachdem Carlos davon erzählte, dass wir am kommenden Montag ein neues cama, Bett, für mich kaufen wollen, entstand eine lebhafte Diskussion darüber, wie breit das Bett denn sein müsste! Wir etwas Platz haben, wobei … weitere Ausführungen spar ich mir an dieser Stelle.

Carlos Freunde haben übrigens ein ausgeklügeltes System wie sie den alkoholischen Nachschub organisieren. SrNaranja wunderte sich schon darüber, dass immer wieder neue Flaschen mit sidra auftauchten und jeder ihm etwas zu trinken anbot. Die Erklärung ist denkbar einfach, jeder der mittrinkt stellt dann und wann eine neue Flasche der Allgemeinheit zur Verfügung! … und noch was: Norman wurde zur einer Bergwanderung in den Picos de Europa eingeladen, aber die Aussicht vier bis fünf Stunden einen Berg hochzuwandern und gleichzeitig keine wirkliche wetterfeste Ausrüstung zu haben, steht dem doch sehr im Weg.

una otra vez, ein anderes Mal und das musste ich hoch und heilig versprechen, muss ich aber mitkommen!

WLAN ist aber aber unsicher, junger Mann!

Von meinem piso in der c/ General Elorza 30 sind es nur Zwei Minuten bis in die Fakultät, das hilft jedoch nichts, wenn es bereits 20:20 Uhr ist. Der Computerraum in der Fakultät hat dann nämlich schon runde 20 Minuten geschlossen, toll! Egal, gibt es doch ein offenes WLAN an der Skulptur Culis Monumentabilis in der c/ 19 de Julio, also knappe 7 Minuten von meinem Zimmer, direkt am tatro campoamor. Da arbeitet SrNaranja also an der Internetseite und spürt einen Finger auf seiner Schulter.

Ein älterer Herr, mit Begleitung – sein Frau vermutlich – fragt mich ob ich gerade im Internet surfe. Auch erklärt er mir, dass er weisse Schrift auf blauem Grund (Administrationsebene von WordPress) wunderbar lesen könnte! Als nächstes aber, und das schockte SrNaranja schon, machte er mich darauf aufmerksam, dass offene WLANs sehr unsicher sind, weil ja jeder mithören könnte!

Wir unterhielten uns noch kurz über die Stadt und den morgigen Feiertag, auch darüber das Oviedo bei Erasmusstudenten sehr beliebt sei …

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