Schrieb SrNaranja eigentlich schon das er drei Mitbewohner hat? Anna, Iria und Ismael? Als ich gerade vom Einkaufen wiederkam standen ein Schreibtisch und ein paar Kisten im Flur, auf mein freundliches hola in den Flurhörte ich auch gleich ein buenos zurück. Jemand scheint also umzuziehen … nach einer kurzen Unterhaltung stellt sich heraus das Anna auszieht und ihr Freund unten im Auto auf sie wartet.
Necisitas ayuda, ob sie hilfe bräuchte, fragte ich natürlich und kurz darauf trugen wir die Kisten und den Tisch zum Fahrstuhl. Anna und Ich kannten uns nur durch unsere Mitbewohner, getroffen hatten wir uns also bisher nicht. Ich sei also derjenige, der in das Zimmer am Eingang gezogen ist stellte sie fest? Genau, der bin ich … Smalltalk auf Spanisch und English, denn Anna spricht doch tatsächlich etwas English. Wie dem auch sei, als ich gerade den Schreibtisch in den Fahrstuhl hob, fragte Anne mich doch glatt ob ich den nicht gebrauchen könne, denn im Zimmer am Eingang sei schließlich keiner gewesen!
Gracias!
Mit Carlos war ich um 14:00 Uhr zum Mittag verabredet, Pasta sollte es geben. Einkaufen und Alles zuzubereiten dauerte dann knapp eine Stunde und so gab es um Drei Mittag, das ist übrigens 15:00 Uhr auf Deutsch
Danach galt es die Trolleys in die neue Wohnung zu transportieren. Auf die Frage was denn ein Taxi wohl kosten würde, griff Carlos sich einen Trolley und meinte das wir das problemlos zu Fuss schaffen würden. 25 Minuten dauert der Ausflug und nachdem die Sachen in der Wohnung waren ging es gleich weiter zum Einkaufen: Lidl ist zwar nicht in der Nähe, aber das macht ja nichts.
Nun ja, man möchte kaum glauben was es hier alles im Lidl gibt. Es ist so ziemlich das gleich was wir in unseren deutschen Lidl stehen haben, nur die Sprache auf den Etiketten ist Spanisch. Ach, das bedeutet auch das SrNaranja nicht auf seinen Krümeltee verzichten muss, den gibt es hier nämlich auch. Wobei das Sortiment wirklich nahezu identisch ist, d.h. fertige Tortilla haben wir in Deutschland nicht.
Eine neue Adresse hatte ich nun, ein kleines Zimmer in der /c General Elorza 30. Diese Information galt es jetzt an das oficina de realciones internationales weiterzuleiten, also hingelaufen und angemeldet. Ein Kinderspiel, wirklich. Weil das schon so einfach war, haben wir, die Dame am Schreibtisch und SrNaranja, auch gleich einen Studentenausweis beantragt … eine Chipkarte soll das werden, mit Foto und allem.
Das Foto musste übrigens an einem Terminal gemacht werden, vergleichbar mit den “Visitenkartendruckern”, die es in Deutschland gibt … die Qualität der Kamera ist übrigens grausig! In zwei Wochen habe ich die Karte im Briefkasten … mal sehen!
Mit Ismael, einen meiner Mitbewohner hatte ich mich auf 11 Uhr geeinigt um ihn wegen der Schlüsselübergabe anzurufen. Frühstück hatte dabei noch im Zeitplan gelegen, aber Carlos und SrNaranja mussten ja noch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des englischen, spanischen und deutschen Satzbaus philosophieren … erst um 11:45 Uhr, also wie ein typischer Spanier, greife ich dann zum Telefon: ahora? Ok, dann bis gleich!
Nach dem Schwimmbad sollte sich ein weiteree hospitalityclub.org Besucher bei Carlos einfinden, ein motorradfahrender Italiener hatte sich angemeldet. Für die Nacht stand ein Ausflug in die Barszene an, aber erst musste es Abendbrot geben. Queso, jamón, melón, uvas, pan, lentejas y algun parte del cerdo und Kartoffelchips, eine ausgewogene Mischung also.
In Richtung /c Gascone ging es, der Straße der “Sidrabars”, unser italienischer Besucher sollte ja auch erleben, wie die Asturianer sidra servieren. Es zog uns dann nicht in eine der vielen Sidrabars, sondern in eine “normale” … mit Terasse und Garten … auf der Terasse sassen wir dann eine ganze Weile. Das Hauptgesprächsthema? Reisen mit hospitalityclub.org und die Immobilienpreise in Oviedo, SrNaranja hatte seine wahre Mühe die Augen offen zu halten. Nicht weil es so langweilig gewesen wäre, aber der Tag war doch recht anstregend und der Ausflug ins Schwimmbad hat sein übriges dazu getragen.
Da müssen wir wohl noch dran arbeiten, SrNaranja!
Mit Veronica und Carlos ging es heute Abend noch in Richtung El Cristo, mehr oder weniger das andere Ende der Stadt. SrNaranja, du kannst doch schwimmen? Äh, ja kann ich. Hast du auch eine Badekappe? Wie bitte, nee, so was habe ich nicht. Die Spanier sind da anscheinend sehr eigen: ohne Badekappe geht nichts im Schwimmbad!
olimpico, so heisst das große 50-Meter-Becken übrigens und gorro die Badekappe, nur falls jemand mit mir Vokabeln lernen will. Eine Badekappe habe ich dann aber an der Kasse ausgeliehen bekommen, super modisch in grün mit einem weissen Streifen!
Wohl dem das es den hospitalityclub.org gibt, ohne diesen hätte ich weder Carlos kennen gelernt, noch eine kostenlose Übernachtung für die ersten beiden Nächte gehabt. Auch hätte ich nicht das tolle Rezept für Tortilla gesehen und Schwimmen würde ich bestimmt auch nicht gehen, dazu aber später mehr! Un paseo por la ciudad hies es erneut und auf dem Programm standen die Stadtbibliothek und ein 2-Hand-Buchladen.
Eine Karte für die Stadtbibliothek haben ich mit Carlos’ Hilfe angemeldet. Eine Führung hat SrNaranja dabei auch gleich bekommen, man darf in die Bilbiotheken übrigens seinen Rucksack mitnehmen, sehr ungewohnt! Im 2-Hand-Buchladen gibt es wirklich Alles, sogar deutsche und englische Bücher und auch für SrNaranja liessen sich zwei passende Bücher finden.
Un cesto lleno de palabras von Juan Farias und El viaje americano von Ignacio Martínez de Píson, habe ich mir mitgenommen. Geeignet für Kinder von 10 bis 12 Jahren, also genau das richtige. Bevor hier jetzt jemand schreit, “SrNaranja, bist du nicht schon 22?”: Die Bücher sind in Spanisch und relativ einfach geschrieben … was besseres findet ihr bestimmt nicht für 4 €. Wo der 2-Hand-Buchladen genau ist kann ich euch leider nicht sagen.
Jedoch ist es kurz hinter der Ecke an der Carlos und SrNaranja in Martha und ihre Mutter gelaufen sind, d.h. wir haben uns dort zufällig getroffen!
Nur Zwei Minuten vom Campus El Milán entfernt ist die /c General Elorza 30, dort sollte ich in Wohnung 8E klingeln … kein Problem. Der Fahrstuhl fährt nur in die Sieben oder die Neun, na gut laufe ich halt eine Etage: Wo ist denn Wohnung E?
Das Zimmer hat wohl knapp 9 Quadratmeter, es gibt einen Schrank, ein Bett, einen Bürodrehstuhl ohne Rollen und einen komischen roten Sessel und kostet 160 € plus gastos, Nebenkosten. SrNaranja hat drei Mitbewohner: Anna, Iria und Ismael welche alle aus Galizien kommen und Musik studieren.
Mein Zimmer ist zwar direkt am Eingang und zum Innennhof, wartet bis ihr davon Fotos sehen könnt, und auch Internet gibt es nicht, aber ich soll ja auch Englisch und Spanisch lernen! Fernseher und Radio gibt es im übrigen auch nicht, die Küche ist jedoch komplett eingerichtet: je 6 tiefe Teller, flache Teller, kleine Teller, Messer, Gabeln, Löffel und kleine Löffel. Morgen ziehe ich ein!
Eine spanische Handykarte zu kaufen ist recht einfach, man geht in den Laden, bittet um eine tarjeta prepago und tauscht diese gegen 18 € ein. Bei einer spanischen Telefonnummer anzurufen und auf Spanisch nach dem angebotenen piso, Zimmer, zu fragen ist eine ganz andere Sache.
Blöd ist vor allem, wenn man gleich mal gefragt wird que piso?, welches Zimmer? Die aktuelle Liste des Oficina de Relaciones Internationales scheint doch nicht so aktuell zu sein wie das gestrige Datum, welches draufsteht. Von Vier angerufenen Angeboten waren drei entweder schon vergeben oder – que piso – gar nicht mehr bekannt.
In der Fakultät hingen jedoch ein paar ofertas, Angebote, aus. Bei diesen hatte SrNaranja gleich beim ersten Anruf ein positives Erlebnis: ahora, gleich vorbeikommen, sollte ich.
Desayunar como las españoles, frühstücken wie die Spanier. Carlos hat mir gestern Abend noch gezeigt, wo alles steht. Alles ist übrigens die Milch und der Kakao. Die Spanier essen in der Regel kein großes Frühtück und ich muss zu geben, nachdem wir gestern Abends noch Tortilla gegessen haben, bin ich heute morgen auch gar nicht hungrig: Cola Cao + Yogur, nada mas.
Pages:
Prev
1
2
3
...5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Next