Ein Donnerstag in Oviedo: Fussball – Bibliothek – Bett

Nach dem las agujetas, der Muskelkater, vom Fussballspielen am letzten Donnerstag endlich abgeklungen sind, hieß es heute ein weiteres Mal: Fussball mit den Spaniern. So Trafen wir uns also um 16 Uhr am Fussballplatz auf dem Campus El Milan … Dave und SrNaranja wählten die Teams, wir waren wieder die einzigen Erasmusstudenten (Andatch kam erst zur zweiten Halbzeit), und los ging es. Nach 90 Minuten, zwei Vorlagen und zwei selbstgeschossenen Toren reichte es mir jedoch.

Jetzt nur noch nach Hause, Duschen, etwas Essen und ins Bett! Moment, morgen war doch was? Genau, morgen ist ein Universitätsfeiertag oder aber ein universitätsfreier Tag … auf jeden Fall ist die Universität morgen geschlossen, also noch schnell in die Bibliothek und zwei Bücher ausgeliehen und dann aber nur noch nach Hause, Duschen, etwas Essen und ins Bett! Mein Team hat hat heute übrigens gewonnen!

Die Studenten sind an allem schuld!

Mein Lieblingsdozent hat es heute wieder mal geschafft, der ganze Saal lag praktisch tränenlachend am Boden. Nach dem er uns im Seminar “1818 History of the English Language II” 45 Minuten erklärte, was “verbal morpho-syntax” ist und welche Unterschiede es zwischen dem alten Englisch und dem Mittelenglisch gab, guckte er recht verdutzt an die Tafel. Dort stand noch das Tafelbild, was er heute für den Kurs am Morgen angezeichnet hatte und an dem er uns alles erklärt hatte:

Dozent: “There is a mistake!” ["Da ist ein Fehler", auf das Tafelbild deutend]
Studenten: [irritiert an die Tafel starren]
Dozent: “No one told me …” [Warum hat mir das keiner gesagt ...]
Studenten: [irritiert den Dozenten ansehen]
Dozent: “Shame on them!” [Sind die Studenten selbst dran schuld!]

2. Bundesliga: Karlsruhe gegen Rostock. Von wegen Schiffe versenken im Titanic!

Als Karlsruhe im Wildparkstadion Schiffeversenken mit Hansakoggen spielen wollte, wie es ein großes Plakat im KSC-Fanblog ankündigte, und dies später auch mustergültig tat, sassen wir selbst in einer Art Schiff, im Café Titanic. Ein schlechtes Omen muss das wohl gewesen sein, obwohl es schon ein Glücksfall ist, dass unser Stammcafé überhaupt DSF empfangen kann.

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Wie angekündigt spielte der KSC Schiffeversenken und schon zur Halbzeit stand es 0:3 (aus Rostocker Sicht) und May, Cue und Wladimir mussten einen eher reservierten Norman ertragen. SrNaranja bestellte sich zu diesem Zeitpunkt das dritte Bier, aber es wurde aber vorerst nicht besser. Nach dem 1:4 war auch ich endgültig davon überzeugt, dass das Spiel hier und heute gelaufen war, aber ich wurde eines besseren belehrt. 70 Minuten galt es ein sehr spannendes, weil abwechslungsreiches, Spiel zu ertragen, bis die Hansakoggen die großen Wellen auspackten und sich mit einer grandiosen Gemeinschaftsleistung ein Unentschieden zu erkämpfen! Das breite Grinsen auf meinem Gesicht könnt ihr euch gar nicht vorstellen, aber die Bar hat es unterhalten.

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Das musste gefeiert werden, und während wir die Jungs auf DSF beim feiern beobachten konnten, bestellten wir eine neue Runde. Vorbei war der Abend natürlich noch nicht, ist ja schließlich Spanien hier und so ging es weiter ins Cicero! Dort trafen wir auch Ana wieder, nicht zu schwer denn sie arbeitet dort schließlich, und natürlich gab es eine weitere Runde Bier. 4:4, May und Wladimir konnten es schon nicht mehr hören! Was meiner guten Stimmung aber nichts aus machte!

Gemeinschaftskochen in unser spanischen WG

Hatte ich noch gerade drüber geschrieben, das wir nie Platz im WG-Kühlschrank und auch ein kleines Problem mit dem Mangel an ojas, Töpfen, haben. Heute Mittag, wobei 15:00 – 16:45 Uhr eindeutig spanische Zeiten sind, kam es aber noch besser. Zu Fünft hatten wir uns in der Küche versammelt um zu Kochen … mehr oder weniger.

Tini hat für sich und ihren Freund algo con pollo, irgendwas mit Hühnchen, zubereitet, während Iria sich Reis warm machte. Wieder erwarten, weil “SrNaranja isst ja sonst nur Nudeln”, bereitete ich heute tortilla zu. Kartoffeln schälen, geschälte Kartoffel würfeln und in Olivenöl an-fritieren und mit Ei mischen, etwas Salz dazu und alles zusammen in die Pfanne … ganz einfach!

Hat auch alles wunderbar geklappt und obendrein gab es natürlich viel zu Lachen, denn so richtig Platz für 3 kochende Personen und zwei Zuschauer haben wir ja nicht, obwohl wir wieder überlegt hatten die Couch in die Küche zu stellen. Quidate, aufgepasst, hiess es nicht zu selten beim rotieren zwischen Waschbecken, Herd, Ofen und Tisch. Ach, von der Tortilla musste natürlich jeder kosten, denn wann kommt der Durchschnittsspanier schon mal dazu, Tortilla von einem Deutschen zubereitet zu bekommen.

Fazit: Falta un poco sal! – Es fehlt ein bisschen Salz!

Ein weiterer Trend unter Erasmusstudenten: Babysitten

Das Besuch zu haben, bzw. zwischendurch nach Hause zu fliegen, ein wahrer Trend unter Erasmusstudenten ist, habe ich ja bereits erwähnt, jedoch will ich heute auf einen anderen Trend eingehen: Babysitten. Das ist, für Erasmusstudentinnen, ein gefragter Nebenjob während des Auslandssemesters in Spanien. Wobei es weniger um Babys geht als um Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 12 Jahren. Der Trick dabei? Es gilt dem Schützling die fremde Sprache bei zu bringen … bei einem Stundenlohn von 6 – 8 Euro.

Mehr dazu will und kann ich auch gar nicht schreiben, denn erstens habe gar keinen Babysitter-Job und zweitens ist das auch nicht wirklich spannend. Gelegentlich darf ich aber auch Babysitten, nur heißt das dann Kaffeetrinken mit Spanierinnen oder so ähnlich. So fragte mich May vorhin ob ich ihr nicht wieder dabei helfen könnte die Zeit tot zu schlagen, zwischen 16 und 20 Uhr? Si claro!

So quälte ich mich, sichtlich vom gestrigen Fussballspiel gezeichnet mit agujetas, Muskelkater, aus dem Bett und ins Titanic. Ein Frühstück, also pincho de tortilla, agua y una caña, und einem lebhaften Gespräch mit May und Sara später, was knapp eineinhalb Stunden dauerte, haben wir noch etwas sinnvolles gemacht: Einkaufen …

Fussballspielen mit Dave und den Spaniern

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Cue hatte mich schon vor Wochen, gut es waren zwei Wochen und beim spontanen Saufgelage gemütlichen Beisammensein im Titanic, Paco’s und Cicero um genau zu sein, gefragt ob ich nicht Donnerstags mit ihm und seinen Freunden Fussballspielen wollte. Dummerweise habe ich Donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr Veranstaltungen in der Universität …

Diesen Donnerstag und Freitag ist jedoch mein Klartext sprechender Lehrer nicht da und die Veranstaltungen fallen aus. So traf ich mich um 15 Uhr mit Dave, welcher sich sogar ein Asturien-Trikot fürs Spiel gekauft hat, und den anderen zum Fussballspielen. Zu erst ging es aber ins Titanic … das Spiel sollte erst um 16 Uhr beginnen.

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Da Dave und SrNaranja die einzigen Erasmi waren, durften wir die Mannschaften wählen! Kurz darauf hieß es dann 6 gegen 6 auf einem kleinem betonierten Feld direkt auf dem Campus. Mein Team bestand aus Barcelona (Ivan), Barcelona (Pablo), einem orangenem Rammstein-Shirt (Jorge), Fernerbahce (“An[datsch]” türkischer Name) und einem weißem T-Shirt (Wladmimir) … wobei ich Rammstein, Fenerbahce und weißes T-Shirt auch aus meinen Kursen kenne. Kaum das das Spiel begonnen hatte lagen wir auch schon mit 5:1 zurück, nicht zuletzt weil SrNaranja seinen Hinterkopf zum Schiessen eines Eigentores nutzen musste!

90 Minuten später sah es aber gänzlich anders aus, wir hatten kontinuierlich nach vorne gespielt und zum Schluss gewonnen. Fazit eines sehr ermüdenden, weil lauf intensiven, Spiels:

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  • die Spanier sind nicht in der Lage einen Rückpass zu spielen
  • Nieselregen und glatter Betonboden sind eine rutschige Mischung
  • eng anliegende Schuhe beugen massiven Blasen am Fuss vor
  • SrNaranjas Kondition lässt sehr zu wünschen übrig
  • noch am Sonntag werde ich agujetas, Muskelkater, gehabt haben

Unseren Spaß haben wir jedoch trotzdem, auch wenn der Weg nach Hause mehr also dreimal zu lang dauerte wie sonst: … und morgen dann der Muskelkater!

Spanien und Pakete aus Deutschland bekommen?

Vergesst was ich bisher über Pakete aus Deutschland nach Spanien schicken schrieb, von wegen 10 Werktage oder so! Lexi, meine deutsche Mitbewohnerin, hat heute endlich das Paket bekommen welches ihre Grossmutter noch im Oktober aus Deutschland los geschickt hatte. Drei Wochen dauerte der Spaß also, und damit bedeutend länger als mein Paket aus der Heimat.

Viel interessanter: Mohnkuchen ist erstaunlich lange haltbar, eben wurde SrNaranja zu einem Stückchen eingeladen, schmeckt auch noch super … gestern war der letzte Tag laut Mindesthaltbarkeitsdatum! Nicht das ich jetzt ein Care-Paket erwarte, aber hier der dezente Hinweis das ein “blauer mit dem Flugzeug-Aufkleber” das Paket innerhalb von 4 – 5 Werktagen ankommen lassen würde und nur ein bisschen mehr kostet!

4er WG in Spanien = nie Platz im Kühlschrank?

spanische Wohngemeinschaft: Kein Platz im Kühlschrank

Pasta, Pasta, Pasta … dafür ist SrNaranja mindestens genauso berüchtigt wie für seine eingeschränkte Garderobe, zumindest in unser spanischen Wohngemeinschaft. Nachdem wir mit Tini wieder zu viert sind, braucht es schon ein bisschen Organisationstalent um die täglichen Bedürfnisse zu koordinieren. Wobei das abwechselnde Putzen und auch die Badezimmernutzung weniger ein Problem bereiten, als fehlende Töpfe oder Platz im Kühlschrank.

Anstatt mich jedoch darüber zu beschweren habe ich gleich was viel sinnvolleres gemacht und mir eine sarten de tortilla, Pfanne um spanische Tortilla zuzubereiten, gekauft! Die nächste Tortilla die gegessen wird ist selbst gemacht, d.h. wenn ich am Perro verde, dem Titanic oder der cafeteria vorbeikommen!

… mal was aus dem Seminar

Margaux und SrNaranja

“Wo bleiben die Fotos von SrNaranja im Unterricht?”, fragte Pauline nicht unlängst und heute haben wir es tatsächlich geschafft ein paar zu machen. Unter Einsatz unseres Lebens des Selbstauslösers sind ein paar Scnappschüsse von uns (Margaux, Jana, Annika, Katharina und SrNaranja) im Seminar “1819 History and Civilisation of the United States of America” entstanden. Nicht das ihr jetzt denkt wir würden dem Seminar nicht folgen, aber unsere Dozentin hält die Stunde einen Monolog … nicht zu spannend.

Was ihr auf dem Tisch vor mir sehen könnt ist übrigens mein oranges Notizbuch für Hausaufgaben und so, einen orangen Kugelschreiber natürlich und mein deutsches Telefon, was ich heute dabei habe um die Zeit im Seminar sinnvoll zu nutzen. Nein ich spiele nicht Monopoly, ich schreibe zum Beispiel diesen Beitrag mit dem Spielzeug.

Margaux und SrNaranja

Das unsere Fotosession nicht unbemerkt blieb ist kaum verwunderlich, blitzte es beim ersten Mal doch quer durch den Raum. So forderten Annika und Katharina kurz darauf ihre eigene Fotosession ein und wie das so ist mit dem posieren.

hola orange man please take pictures of the teacher with her beautiful and sexy camiseta azul happy to know u and be in one class with u

Was das gerade war? Margaux hat mir gerade mein Spielzeug weggenommen um selbst mit zu spielen, und das ist das Ergebnis. SrNaranja hat sich übrigens nicht getraut die Digicam auf unsere Dozentin zu richten! Nun, die Stunde ist gleich vorbei und dann heißt es leider wieder “1831 English Language IV”!

Die Küche unser neues Wohnzimmer

SrNaranja, willst du deinen Lesern nicht mal erzählen wie deine Wohnung überhaupt aufgebaut ist, denn bisher kennen sie ja nur dein oranges Zimmer! Also, wir haben vier Zimmer, einen langen Flur, ein kleines und ein großes Badezimmer und eine große Küche. Es fehlt also eine Art salon, ein Wohnzimmer.

Ist aber gar nicht so schlimm, denn wir treffen uns so oder so in der Küche! So also auch heute Abend, Iria und Tini saßen am Tisch in der Küche und, nun ja, unterhielten uns. Zum Beispiel über den den fehlenden Fernseher in der Wohnung oder aber warum in der Küche eine Wandhalterung für einen Fernseher ist, aber keine Anschlussmöglichkeit, mit anderen Worten wir unterhielten uns über ein fehlendes Wohnzimmer!

Die Lösung dafür ist, zumindest laut Iria, recht einfach:
“Wir könnten ja die Couch in die Küche stellen :)

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