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Cue hatte mich schon vor Wochen, gut es waren zwei Wochen und beim spontanen Saufgelage gemütlichen Beisammensein im Titanic, Paco’s und Cicero um genau zu sein, gefragt ob ich nicht Donnerstags mit ihm und seinen Freunden Fussballspielen wollte. Dummerweise habe ich Donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr Veranstaltungen in der Universität …
Diesen Donnerstag und Freitag ist jedoch mein Klartext sprechender Lehrer nicht da und die Veranstaltungen fallen aus. So traf ich mich um 15 Uhr mit Dave, welcher sich sogar ein Asturien-Trikot fürs Spiel gekauft hat, und den anderen zum Fussballspielen. Zu erst ging es aber ins Titanic … das Spiel sollte erst um 16 Uhr beginnen.
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Da Dave und SrNaranja die einzigen Erasmi waren, durften wir die Mannschaften wählen! Kurz darauf hieß es dann 6 gegen 6 auf einem kleinem betonierten Feld direkt auf dem Campus. Mein Team bestand aus Barcelona (Ivan), Barcelona (Pablo), einem orangenem Rammstein-Shirt (Jorge), Fernerbahce (“An[datsch]” türkischer Name) und einem weißem T-Shirt (Wladmimir) … wobei ich Rammstein, Fenerbahce und weißes T-Shirt auch aus meinen Kursen kenne. Kaum das das Spiel begonnen hatte lagen wir auch schon mit 5:1 zurück, nicht zuletzt weil SrNaranja seinen Hinterkopf zum Schiessen eines Eigentores nutzen musste!
90 Minuten später sah es aber gänzlich anders aus, wir hatten kontinuierlich nach vorne gespielt und zum Schluss gewonnen. Fazit eines sehr ermüdenden, weil lauf intensiven, Spiels:
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- die Spanier sind nicht in der Lage einen Rückpass zu spielen
- Nieselregen und glatter Betonboden sind eine rutschige Mischung
- eng anliegende Schuhe beugen massiven Blasen am Fuss vor
- SrNaranjas Kondition lässt sehr zu wünschen übrig
- noch am Sonntag werde ich agujetas, Muskelkater, gehabt haben
Unseren Spaß haben wir jedoch trotzdem, auch wenn der Weg nach Hause mehr also dreimal zu lang dauerte wie sonst: … und morgen dann der Muskelkater!
Als ob es für SrNaranja eine Rolle spiele würde, ob es eine gute Idee ist seinen Laptop im Auslandssemester dabei zu haben!? Nein, das Spielzeug iBook ist eh immer dabei, denn wofür hat man es denn sonst?
Was leider nicht mit einem Bild zu sehen ist, ist die Warteschlange vor dem sala de ordenadores, dem Computersaal, vom Campus Milan … obwohl es hier bestimmt 50 Computer gibt ist es nämlich schwierig einen Platz zu bekommen, vor allem abends. So lag die Wartezeit der letzten Abende bei runden 15 – 20 Minuten!
Jetzt sollte man meinen das 50 Computer ja genug sein sollten, aber wie das so ist in Spanien: ein Viertel der Geräte ist nicht eingeschaltet, einer wird zum Pornogucken gebraucht und die restlichen Geräte zum Schachspielen, Flugbuchen, Rumsurfen Arbeiten. Wohl dem, wenn man einen Laptop zur Verfügung hat: Platz mit freiem Kabel suchen, einstecken und fertig!
“Wo bleiben die Fotos von SrNaranja im Unterricht?”, fragte Pauline nicht unlängst und heute haben wir es tatsächlich geschafft ein paar zu machen. Unter Einsatz unseres Lebens des Selbstauslösers sind ein paar Scnappschüsse von uns (Margaux, Jana, Annika, Katharina und SrNaranja) im Seminar “1819 History and Civilisation of the United States of America” entstanden. Nicht das ihr jetzt denkt wir würden dem Seminar nicht folgen, aber unsere Dozentin hält die Stunde einen Monolog … nicht zu spannend.
Was ihr auf dem Tisch vor mir sehen könnt ist übrigens mein oranges Notizbuch für Hausaufgaben und so, einen orangen Kugelschreiber natürlich und mein deutsches Telefon, was ich heute dabei habe um die Zeit im Seminar sinnvoll zu nutzen. Nein ich spiele nicht Monopoly, ich schreibe zum Beispiel diesen Beitrag mit dem Spielzeug.
Das unsere Fotosession nicht unbemerkt blieb ist kaum verwunderlich, blitzte es beim ersten Mal doch quer durch den Raum. So forderten Annika und Katharina kurz darauf ihre eigene Fotosession ein und wie das so ist mit dem posieren.
“hola orange man please take pictures of the teacher with her beautiful and sexy camiseta azul happy to know u and be in one class with u”
Was das gerade war? Margaux hat mir gerade mein Spielzeug weggenommen um selbst mit zu spielen, und das ist das Ergebnis. SrNaranja hat sich übrigens nicht getraut die Digicam auf unsere Dozentin zu richten! Nun, die Stunde ist gleich vorbei und dann heißt es leider wieder “1831 English Language IV”!
Von wegen Unterricht oder so, nicht das wir etwas ausfallen lassen hätten, aber anstatt zu Hause Mittag zu essen ging es in die Cafeteria … warum dorthin und nicht ins “Titanic” wo wir praktisch Stammgäste sind? Das Wetter! Es sind gerade knappe 25 Grad in Oviedo oder um es mit anderen Worten auszudrücken, viel zu warm um drinnen zu sitzen! … und ausserdem machen sich Hausaufgaben viel leichter in der Sonne!
Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, habe ich mir das mit dem Wetter nicht ausgedacht. Die ganze Woche war schon toll!
Nein, es wurden keine ERASMUS-Plätze verlost und auch keine Examensnoten oder gar ECTS-Punkte. Es ging um ein paar Geschenke die Noelia für die Erasmusstudenten gesammelt hat und nun per Los weiterverschenkt. So darf jeder ERASMUS der heute oder morgen in ihrem Büro vorbeikommt ein Los ziehen, d.h. so lange es Preise gibt.
In der sorteo, Lotterie, gibt es so ziemlich jeden Oviedo-Universität-Fanartikel vom biro, Kugelschreiber, über das camiseta, T-Shirt bis zur taza, Tasse. Weiterhin gibt es spanische CDs und DVDs und viele andere kleinere und größere Geschenke.
So machten sich Martha, Sonia und SrNaranja heute morgen um 11 Uhr auf, um unser Glück zu versuchen, unterwegs trafen wir noch George (Irland) und so standen wir kurz darauf zu viert in Noelias Büro. Die drei haben jeweils einen Kugelschreiber gewonnen wohingegen SrNaranja die freie CD-DVD-Auswahl hatte. Die Wahl fiel aber nicht sonderlich schwer, so fand ich zwischen spanischen Comic-DVDs, einer Pilates-DVD und diversen spanischen CDs ein Album von “Hombres G” also Popmusik … immerhin!
Wie das so ist mit dem Internetanschluss an spanischen Universitäten, sie sind nicht mit den deutschen Anbindungen zu vergleichen. So konnte ich in Greifswald zum Beispiel Fotos in atemberaubender Geschwindigkeit hochladen oder auch runterladen. Über die Geschwindigkeit will ich mich aber gar nicht beschweren und über die Browser an europäischen Universitäten auch nicht, aber die Computer hier sind der Hit.
So kann es durchaus passieren das der Computer über einen Lautsprecher verfügt und dieser auch noch eingeschaltet ist. Nicht das die Leute hier im Computerraum Pornos mit Sound ansehen würden, aber diese nervigen Fehlermeldungen die bei Windowsrechnern andauernd kommen, nerven mich schon!
Habe ich schon mal vom meinem ultimativ langem Weg zur Uni erzählt? Nun so lang ist er ja gar nicht, schließlich kann ich von der Wohnung auf den Campus gucken. Dennoch: Links aus der Haustür und an der nächsten Ecke noch mal links und immer gerade aus. Das besondere ist, dass man ab der Ecke die Treppen zum Campus sehen kann und heute morgen stehen dort eine ganze Menge Kartons.
Auch wenn SrNaranja zuerst an einen Umzug dachte, die jungen Damen in orangen “University Welcome Pack” – T-Shirts mit den vielen Tüten in der Hand, sind ihm aufgefallen. Sollten das wirklich die spanische Version der in Deutschland verbreiteten Ersti-Tüten sein? Ja, sie sind es, jedoch nicht exklusiv für die neuen Studenten, sondern für alle: für Erstis, sonstige Studenten und auch ausländische ERASMUS-Studenten. So bekam ich auch eine Tüte, in blau allerdings. Auf die Frage nach diesen tollen orangen T-Shirt wurde ich allerdings vertröstet: Gibt es nicht.
Ach, was in der Tüt ist?
- ein “University Welcome Pack” – Flyer
- eine Dose Danone Vitalinea “sabor Lima Limón“, Geschmack Zitrone
- ein Paket Fotopapier zum Drucken
- ein Twix + Flyer
- ein schwarzer Button mit “orange” Aufschrift + Flyer
- ein “kit de emergencia“, Erste-Hilfe-Paket … aber für den Unterricht!?
. Ach, die Spanier im Kurs meinten das dies eine Aktion von “orange” wäre, die haben gerade erst amena gekauft und versuche so auf Kundenfang zu gehen.
Das Spanien ein Paradies für Liebhaber der Farbe Orange ist, habe ich wohl noch nicht erwähnt? Nicht nur das man hier praktisch alles mögliche in orange bekommt, so findet man zum Beispiel orange Schuhe in jedem Schuhladen, auch orange T-Shirts und andere orange Kleidungsstücke findet man hier ohne Probleme.
Es ist daher wenig verwunderlich das man viele orange Outfits auf der Straße sehen kann, aber das Seminar “1886 Morphology” heute mittag setzte allem die Krone auf:
Das Foto musste ich natürlich unauffällig machen … aber man sollte darauf drei Spanierinnen mit orangen Oberteilen erkennen können. Interessant ist auch das Outfit der Kommilitonin mit dem rot/weißen Top, dort steht Miss Orange (irgendwas) drauf, was übrigens zu ihrem Armband und ihrer Uhr passte, denn beide waren ebenfalls orange.
Das haben die Vier doch extra gemacht
Über das Seminar “1882 Renaissance Literature” berichtete ich ja bereits, um genau zu seinen berichtete ich über den Versuch ein Buch für das Seminar zu kaufen. Für das gleiche Seminar sollen wir für die nächste Veranstaltung ein neues Buch organisieren … wieso habe ich mir gerade eines für 11 Euro gekauft, wenn wir es doch gar nicht wirklich brauchen?
Wie dem auch sei, das neue Buch kaufe ich mir gewiss nicht, denn in der Universitätsbibliothek sollte es das auch geben. Jedoch sollte es auch dieses Mal nicht so einfach verlaufen wie gedacht. Das Buch “Dr Faustus” von Christopher Marlowe habe ich im Computer der Bibliothek schnell gefunden, ganze 5 Exemplare sollen sogar noch da sein. Dummerweise konnte ich diese nicht finden, also runter zur Information.
Den Damen an der Information habe ich das Problem kurz erklärt, dabei habe ich natürlich erwähnt das ich ein ERASMUS-Student bin. Die Worte estudiante estranjero con el programa ERASMUS, ausländischer ERASMUS-Student, sorgten für eine überaus freundliche Behandlung. Nicht nur hat mir eine der Bibliotheksangestellten den Weg bis zum Regal gezeigt, das Buch hat sie mir auch gleich rausgesucht und auch beim Ausleihen geholfen.
Das Ausleihen sollte sich als kompliziert herausstellen, denn eigentlich brauchen wir lediglich den Studentenausweis dafür. Jetzt hat SrNaranja zwar den Studentenausweis der Universität von Oviedo aber funktionieren wollte der nicht! Na gut, benutzen wir halt ein ficha, einen Zettel (also alles schriftlich). Was hatte ich noch gleich über die freundliche Behandlung erzählt? Ich wurde gleiche gefragt ob ich einen Ausweis (Personalausweis oder Reisepass) und ein Foto dabei hätte, na klar!
Das Buch habe ich also per Unterschrift ausleihen können und eine neue Bibliothekskarte habe ich gleich mit beantragt … so kann spanische Bürokratie also auch funktionieren!
Nach dem ich gestern Abend die überaus freundliche böse E-Mail von Noelia bekommen habe, das meine vermeintlich vollständigen ERASMUS-Dokumente doch nicht so vollständig sind, durfte ich heute noch mal in oficina de realciones internationales auf dem Campus El Milan. Vorbildlich wie SrNaranja nun mal manchmal ist, war ich auch schon 9:30 Uhr dort.
Wider erwarten war kein anderer ERASMUS-Student vor mir da, ich war also auf jeden Fall der erste der zu Noelia ins Büro durfte. Anstatt der prinzipiellen verspäteten Öffnung trotz fester Öffnungszeiten kam Noelia auch um Punkt 10 Uhr am Büro an. Einen Augenblick später kam sie mit einem Stapel Unterlagen wieder raus und hielt mir meine ERASMUS-Dokumente hin.
Eine Unterschrift für das Learning Agreement und zwei Gruppen nachtragen, und es hat wirklich nur 1 Minute gedauert. Kein böses Wort, keine fiese Bemerkung, sondern ein Lächeln und ein “Schönen Tag noch”: Vielen Dank Noelia.