Martha und die Sache mit dem Fahrstuhl

Matha ist eben zu Besuch gekommen, und natürlich fragte ich sie gleich wie sie die Fahrt mit dem Fahrstuhl fand. In Ordnung, antwortet sie mir, und wieso ich das frage? Hm, könnte es gewesen sein, dass im Fahrstuhl kein Licht war? Doch, natürlich war im Fahrstuhl Licht! Wurde das tatsächlich so schnell repariert?

Nein, es war noch nicht repariert. Martha hatte lediglich den ersten Fahrstuhl genommen, der der nur in die Siebte oder Neunte Etage fährt und in dem das Licht auch noch funktioniert. Äh,
das kenne ich doch irgendwoher?

Achtung: Im Fahrstuhl gibt es kein Licht

SrNaranja kommt gerade vom Einkaufen wieder, bei Alimerka bin ich gewesen. Haustür aufgeschlossen, zum zweiten Fahrstuhl gegangen und den Knopf gedrückt, gewartet und die Tür geöffnet: no hay luz!? Fasr völlig dunkel war es im Fahrstuhl, wenn man mal vom Etagenknopf und der kaum sichtbaren Etagenzahl absieht.

Nach oben gefahren bin ich trotzdem, auch wenn es schon ein komisches Gefühl war. In der Küche angekommen, um den Einkauf in den Kühlschrank zu sortieren, erzähle ich Iria gleich das im Fahrstuhl kein Licht ist. Yo se, ich weiss, entgegnet sie mir, scheint wohl schon länger gewesen zu sein.

Warum ich das beim losgehen nicht schon gemerkt hatte? Ich nahm die Treppen, denn runter laufen geht ja problemlos 🙂

… diese Melodie kenne ich doch

Da ist es wieder, die Melodie. Ich habe mir die CD immer noch nicht ausleihen können, aber Ende der Woche sind ja die Prüfungen, dann bestimmt!

Wäschewaschen und Aufhängen mit Hindernissen

Iria hat mir noch vor dem Wochenende erklärt wie man denn die Waschmaschine benutzen muss. Den Knopf auf 4 oder 5 drehen, Waschmittel reinmachen und fertig … Warten … Aufhängen. Das Warten war dann doch sehr zeitaufwendig, das Programm lief wirklich 3 Stunden! Unglaublich, und das soll noch der Schnelldurchgang gewesen sein, ich glaube ich frage da wohl noch mal nach!

Die Waschmaschine wurde dann doch irgendwann fertig, und das viele Schleudern hat auch dafür gesorgt, dass die Wäsche relativ trocken war. Es half jedoch nichts, sie musste noch auf die Leine. Die Leine ist übrigens im kleinen Innenhof gespannt, im Achten Stock, vor den Fenstern der Küche und meinem Zimmer. Der Anblick von oben sieht gar nicht so schlimm aus, aber als mir eine Klammer aus der Hand fiel und sie ewig brauchte bis sie unten ankam … naja!

So hängt sie jetzt da, meine sehr orange Wäsche und in zwei bis drei Stunden wird sie wohl Trocken sein. Da hatte ich aber die Rechnung ohne dem Wetter gemacht, dieses meinte doch tatsächlich Blitz und Donner mitbringen zu müssen, gepaart mit Regen. Blöd vor allem weil die Wäsche danach nasser war als zuvor!

Das Highlight des Abends war übrigens der Blitzeinschlag im Hof, mit ohrenbetäubenden Lärm. Ein Blick aus dem weit geöffneten Fenster: Die Wäsche ist noch da und auch die Nachbarn, diese gucken genauso ungläubig wie SrNaranja auch, es scheint aber nichts passiert zu sein!

donde esta la calle de sideria – Wo ist die Straße der Sideria-Bars

SrNaranja, der ja so wahnsinnig spanisch und einheimisch aussieht, wurde heute erneut nach einer Auskunft gefragt. Wo die Straße der Sidreria-Bars sei, wollten die beiden wissen und wider erwarten konnte ich es ihn erklären, auch mit meinem Spanisch … wohl dem das Carlos mich auf einen paseo por la ciudad genommen hatte!

Der neue Stundenplan, Arbeiten im Computersaal mit Martha

Ich habe mir von Ismael erneut erklären lassen, wie das mit den Laptops im Computersaal der Fakultät funktioniert und ich habe doch tatsächlich den Tisch gefunden. Steckdose war vorhanden und auch die Kabel waren da: Das könnte klappen.

Tat es aber nicht, auch wenn die Kabel eine Verbindung zum Server herstellen konnten, ins Internet ging es nicht! Egal, gehe ich halt ins WLAN, sind ja nur zwei Minunten von hier. Auf dem Weg nach draussen spricht mich Martha an, ich muss beim hereinkommen an ihr vorbei gelaufen sein … Señor Naranja!

Gemeinsam haben wir dann am Stundenplan gearbeitet und dank der Hilfe der „Erasmus en Oviedo“ Gruppe des StudiVZ auch gleich ein paar Änderungen getroffen. Es ist schon ein Hilfe zu wissen welche Dozenten man meiden sollte, vielleicht weniger weil sie streng sind sondern viel mehr weil man hören muss, dass einige Dozenten nicht mal ordentlich Englisch sprechen. Habe ich denn schon erwähnt das ich hier Anglistik studieren wollte!

Das erste Wochenende in Oviedo

Es ist Sonntag Abend und was hat MrOrange das ganze Wochenende über gemacht? Äh, nicht viel: am Stundenplan gebastelt, im Internet gesurft, sich die Stadt angesehen und mit meinen Mitbewohnern zu Abend gegessen.

Meine Mitbewohner, jetzt also nur noch Iria und Ismael, sind noch total im Prüfungsstress. Nächste Woche haben sie ihre examenes und verbringen fast ihre gesamte Zeit in ihren Zimmern. Nur zum Essen kommen sie raus … also der ideale Zeitpunkt für Konversation. Während wir yogur essen, und queso y jamón schneiden lässt es sich wunderbar darüber philosophieren wie schön Europa doch ist, und wie wichtig die deutsche Sprache für das Musikstudium in Spanien ist, und und und und und und … es ist auf jeden Fall witzig. Ismael hat momentan Besuch aus Uruguay, so das wir also zu viert da sitzen.

Ach, bevor ich das vergesse. Am Sonntag morgen war ich wieder auf der Suche nach offenen WLANs, erfolgreich natürlich. Auf dem Rückweg allerdings hielt ein Auto vor mir an und fragte mich wo man denn hier Sidra kaufen könne. Nach dem ich aber anfing zu erklären das ich nicht wüsste … viel mir der Spanier ins Wort: Bist nicht von hier und fuhr weiter!

In einer WG mit spanischen Musikstudenten

Was hatte sich SrNaranja noch mal dabei gedacht mit Spaniern zusammen zu ziehen? Ach, da Sprache sollte sich so bestimmt schneller Lernen lassen und recht hat er. Wie ich oben aber schrieb scheint die deutsche Sprache recht wichtig für das spanische Musikstudium zu sein und so darf Norman das eine oder andere Mal ein paar deutsche Sätze versuchen zu übersetzen … und noch was: Es klingt permanent etwas durch die Wohnung, meist klassische Stücke die die beiden interpretieren sollen.

Eine der Melodien fand ich sehr gut und so klopfte ich also bei Iria an der zimmertür um zu fragen ob ich die CD ausleihen könnte, um sie mir zu kopieren. Dumm nur das das mit dem Spanischen doch nicht so problemlos klappte und Iria verstand das die Musik zu laut war … nach ein paar weiteren Sätzen hatten wir das aber geklärt!

In einem Café in der Altstadt

Mit Martha und ihrer Mutter war ich gegen 15 Uhr am oficina de relaciones internationales verabredet, etwas Trinken gehen wollten wir. Heute ist übrigens ein Feiertag in Oviedo, jedoch nicht irgendein Feiertag. Es ist der Nationalfeiertag, wie mir gestern Abend erklärt wurde. Wie das genau zusammen hängt weiss ich leider nicht, aber irgendwas mit einer Jungfrau, die entweder covadonga hiess oder dort, weil das ist eine Sehenswürdigkeit in der Nähe, irgendwas besonderes gemacht ha … die Legenden mal wieder.

Getroffen haben wir uns und kurz darauf ein Café gefunden in dem wir uns dann niederliessen. Die beiden wollen morgen übrigens nach Madrid fahren, etwas mehr als 5 Stunden im Bus! Was mich ja daran erinnert, ich kenne ja auch jemand in der Nähe, in Toledo nämlich … Doña Ramona? Auf jeden Fall blieben wir eine ganze Weile in Café sitzen, wie auch die Spanier um uns herum … das scheint ein wahrer Volkssport zu sein: im Café sitzen.

Das Nachtleben in Oviedo: Cola Cao in der Küche

Mit Carlos bin ich verabredet, die Bar soll La casa posa fuelles heissen, Iria sagte der Name zwar gar nichts, aber die c/ Gascone ist ja als calle sideria, Straße des Sidra-Bars, bekannt. Sidra? Das ist eine Art Wein aus Äpfeln, schmeckt stark säuerlich und schmeckt SrNaranja noch nicht wirklich: tengo tiemp para acostumbrar. Werde wohl noch etwas Zeit brauchen bis mit das schmeckt. Viel Spaß wünscht mir Iria trotzdem!

Den Namen hatte SrNaranja übrigens fast richtig „la casa posafuelles„, dumm nur das sich die Bar nicht so leicht finden lies, aber wofür hat man denn ein movíl, Handy? Carlos angerufen, welcher übrigens zu spät war, was aber typisch Spanisch ist, und einen Treffpunt ausgemacht. Die Bar befindet sich übrigens nur in der Nähe der c/ Gascone, wo genau weis ich allerdings gar nicht mehr … auf jeden Fall ist die Bar typisch asturisch. Das ist nicht nur der Name des Bundeslands, Asturien, sondern auch ein spanischer Dialekt. So gibt es dort eine große Sammlung an Büchern, auf asturisch natürlich, und traditionelle Livemusik, und sidra natürlich.

Was hast du da gemacht SrNaranja? Zum einen hat mich Carlos seinen ganzen Freunden vorgestellt und zum anderen gab es jeden Menge sidra und Gespräche, in denen es sich nicht nur um die Frage „Porque estudias en Oviedo, warum ich in Oviedo studiere, drehte. Nachdem Carlos davon erzählte, dass wir am kommenden Montag ein neues cama, Bett, für mich kaufen wollen, entstand eine lebhafte Diskussion darüber, wie breit das Bett denn sein müsste! Wir etwas Platz haben, wobei … weitere Ausführungen spar ich mir an dieser Stelle.

Carlos Freunde haben übrigens ein ausgeklügeltes System wie sie den alkoholischen Nachschub organisieren. SrNaranja wunderte sich schon darüber, dass immer wieder neue Flaschen mit sidra auftauchten und jeder ihm etwas zu trinken anbot. Die Erklärung ist denkbar einfach, jeder der mittrinkt stellt dann und wann eine neue Flasche der Allgemeinheit zur Verfügung! … und noch was: Norman wurde zur einer Bergwanderung in den Picos de Europa eingeladen, aber die Aussicht vier bis fünf Stunden einen Berg hochzuwandern und gleichzeitig keine wirkliche wetterfeste Ausrüstung zu haben, steht dem doch sehr im Weg.

una otra vez, ein anderes Mal und das musste ich hoch und heilig versprechen, muss ich aber mitkommen!

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