Umzug mit Hindernissen in Oviedo

Sachen zusammenlegen, Kram eintüten und Kofferpacken, etwa 90 Minuten hat SrNaranja gebraucht um sein Zimmer zu entleeren und seine Sammlung von zwei Rucksäcken, einer Reisetasche, einem Koffer, einer Tüte und einem orangen Regenschirm im Flur zu versammeln. Geplant war das eigentlich erst für den nächsten Mittwoch oder gar Donnerstagvormittag, aber Iria und der Rauswurf aus der spanischen Wohngemeinschaft sind mir dabei ja zuvor gekommen. Um 15 Uhr sollte der Umzug losgehen, aber so einfach sollte das dann doch nicht werden.

Heute morgen sollte noch schnell die letzte Betriebskostenabrechnung gemacht werden, weil die Spanierinnen können ja nicht wirklich rechnen! Kein Problem, schließlich möchte ich ja gerne etwas von meiner Kaution zurück haben, aber meine Rechnung von knappen 70 Euro hat Iria nicht so recht gefallen. So rechnete sie 100 Euro aus, und wollte auch partout nicht einsehen warum sie denn Falsch gerechnet hätte? Nein, es hat 20 Minuten gedauert um ihr auf Spanisch zu erklären wie man das aus- und vor allem hochrechnet!? Das ganze währen Janine und Dave darauf warteten das wir losgehen, schließlich wollten wir um 16 Uhr ja auch noch Fussball spielen.

Beim Ausräumen des Zimmers habe ich auch die Foto- und Postkartenwand abgenommen, ein sehr komischer Moment, in einer Woche geht es schon zurück: eine Woche!

Spanische Kommunikation unter Erasmusstudenten: Das klappt nicht.

„Hey, was machst du denn hier?“, fragte mich Siobhan, spricht man übrigen „Schivon“, gerade, als sie mich auf dem Campus sitzend traf. Nun, eigentlich sind wir ja alle zum Kino verabredet und laut Dave Treffen wir uns um fünf nach Acht auf dem Campus. Das hat Dave zwar SrNaranja geschrieben, aber Shibhan verschwiegen, aber wofür gibt es denn Telefone, und Jenny, denn Jenny hat die Zeit und den Treffpunkt netterweise weiter geleitet.

Wo sind die Herrschaften denn eigentlich? Wo sind denn Dave und Jenny? Es ist jetzt schon 10 nach Acht? Oh, da klingelt ein Handy: Dave fragt Siobhan, ob sie nicht in fünf Minuten auf dem Campus sein will, wegen Kino und so!? Was haben wir also gelernt? Nicht nur die spanische Kommunikation kann Probleme bereiten … Im Kino hieß es übrigens Pursuit of Happyness.

Abschluss des Erasmus – Auslandsstudium in Oviedo

Nach dem etwas anderen Abend im Astrianu gestern und dem Ausschlafen bis um 11 Uhr, verschlug es SrNaranja ins Oficina de Relaciones Internacionales, das Akademische Auslandsamt in Oviedo, um das letzte Formular ausfüllen zu lassen. Das „Confirmation of Period of Study“ – Formular, welches bestätigt das SrNaranja ein halbes Jahr in Oviedo studiert hat, muss ausgefüllt werden. Ich würde aber nicht in Spanien studieren, wenn es nicht auch hier wieder Probleme mit der spanischen Bürokratie gegeben hätte.

Das Formular, in das lediglich mein Name und das jeweilige Anfangs- und Abschlussdatum geschrieben werden muss und natürlich Datum und Unterschrift sowie einen Stempel verlangt, kann ich mir dann in einer Woche abholen? Wie bitte? 5 Dinge müssen da ausgefüllt werden, das dauert doch keine 5 Minuten! Jaja, mañana, morgen!

Das Abschiedsessen bei Julia und der etwas andere Abend in der Bar Asturianu

Nach dem ganzen Chaos mit der Wohnung heute – da es keine oder nur selten Verträge für Zimmer gibt, kann man Erasmusstudenten aus der Wohnung werfen wenn es einem beliebt – stand heute noch das Abschiedsessen von Julia auf dem Programm. Julia wohnt übrigens mit Jenny und Heather zusammen und gehört somit zu unserem Asturianu-Quiz-Team, genauso wie Amy und Siobhan die natürlich ebenfalls dabei waren. Typisch deutsch gab es heute Abend vegetarischen Nudelauflauf mit einer Auswahl an spanischem Bier und Wein, ach, und Erdbeerquark als Nachspeise.

Der geplante Ausflug ins Asturianu zum Erasmusquiz verspätete sich aber beträchtlich, denn zum einen war die Gesprächsrunde wirklich interessant und zum anderen musste für die anderen auch noch ein Geldautomat gefunden werden. So erreichten wir das Erasmusquiz passend zur 10. Frage und damit natürlich viel zu spät um noch selbst mitzuspielen! So schauten wir dieses Mal den anderen Teams beim spielen zu und kamen im Nachhinein zur gemeinsamen Überzeugung das Asturianu und das Erasmusquiz wirklich nur Spaß machen, wenn man selbst mitspielt. SrNaranja hat dafür ja in der nächsten Woche noch ein mal Zeit!

Das Quiz war heute erst um 2 Uhr vorbei und das Team der neuen deutschen Erasmusstudenten, mit Anna und Katja, erreichte mit 17 richtigen Antworten den Dritten Platz … zu blöd das keiner im Team wirklich Bier mochte! Wir blieben noch bis um 3 Uhr, praktisch bis zu dem Augenblick in dem man uns so langsam zum Gehen motivierte, jaja die Spanier!

Der spontane Rauswurf von SrNaranja aus unserer deutsch-spanischen Wohngemeinschaft

Gestern war noch alles in Ordnung, denn eigentlich hatte Iria zugesagt, dass ich bis zum 8. März in meinem Zimmer wohnen bleiben könne. Eben bekomme ich eine SMS, von wegen gestern hätte sich eine Spanierin mein Zimmer angesehen und sie würde gerne so schnell wie möglich einziehen wollen: für die Spanier heißt das der Einfachheit halber „Raus mit SrNaranja“! Äh, wie bitte? Ich bin ja so einiges aus der Wohngemeinschaft mit den Spanierinnen gewohnt, aber das setzt dem ganzen seine Krone auf!

UPDATE 1: Die Spanierinnen haben Verständnis und alternative Angebote

Ich habe gerade mit Iria gesprochen, wir haben uns beim Kochen in der Küche getroffen, und sie hatte erstaunlich viel Verständnis bzw. Einfühlungsvermögen an den Tag gelegt. Normalerweise sind Spanier ja recht direkt wenn es darum geht ihre eigene Meinung durchzusetzen! Ich könnte wohl bis zum 2. März anstatt dem Ersten im Zimmer wohnen bleiben und unter Umständen sogar noch eine Woche länger, wenn Tini, die gerade zu Hause bei ihrer Familie ist, erst später nach Oviedo zurückkehrt. Nun, immerhin.

UPDATE 2: Dave lässt mich für die verbleibende Woche auf seiner Couch nächtigen

Wohl dem das Erasmusstudenten sich untereinander helfen, Dave hat mir sofort und ohne nachzudenken seine Couch als Schlafplatz für die verbleibende Woche in Oviedo angeboten! Wobei im Nachsatz hat er zwar noch drei Regeln aufgestellt, aber die sind ganz in Ordung:

  1. Dave darf als erster Duschen!
  2. SrNaranja kocht die Woche jeden Abend Tortilla!
  3. Dave hat das letzte Wort!

Da habe ich wohl noch mal Glück gehabt, obwohl es schon ein Unding ist, aber es gibt halt nur selten Verträge in spanischen Wohngemeinschaften und solange man seine Miete pünktlich bezahlt und die Vermieter gnädig sind, gibt es keine Probleme! Ob jetzt die zweite Regel so ernst gemeint war? Wobei es ja noch alternativen gibt, SrNaranja ist ja nicht umsonst für seine Nudelkünste bekannt!

2. Bundesliga: MSV Duisburg – FC Hansa Rostock, ein toller Auswärtssieg

Nach den Spielen Karlsruher SC gegen FC Hansa Rostock und FC Hansa Rostock gegen SC Freiburg, hieß es heute abermals Fussballgucken im Titanic. Bevor wir aber zu spät zum Anpfiff kamen, d.h. in der 20 Minute, und es schon 1:0 für den MSV Duisburg stand, trafen wir uns bei Dave um das Spiel auf der Playstation 2 schon mal durchzuspielen. Das Ergebnis fiel bei „Fifa 06“ immer zu Gunsten vom MSV aus, und Dave fühlte sich beim Stand von 1:0 gleich bestätigt.

Ein paar cañas und so einige schöne Torchancen später, stand das 1:2 und somit ein wichtiger Auswärtssieg für Hansa fest … sehr genial, wir sind wieder Zweiter! Das nächste Montagsspiel findet übrigens an SrNaranjas Geburtstag statt *wink mit dem Zaunpfahl*! Interessant war das Spiel auf jeden Fall, auch wenn es zwischendurch recht unansehnliche Phasen gab. Wofür wir aber mit einem Hansa-Sturmlauf in der ersten Hälfte und zum Ende der zweiten Hälfte entlohnt wurden … sehr schön. Amy und Dave waren vom Spiel zwar nicht vollends begeistert, freuten sich aber mit einem ausgelassenen SrNaranja, obwohl sie immer noch nicht nachvollziehen können, dass man die 2. Bundesliga in Spanien sehen kann und die englische Premiership nicht!

Das war es mit dem Studium in Spanien: ein Ende mit Schrecken!

Wie war das noch gleich: das Niveau eines Englischstudiums in Spanien ist viel geringer als in Deutschland und daher sollte es auch kein Problem sein dort seine Prüfungen zu bestehen und gute Noten zu bekommen? Das es in spanischen Seminaren recht gewöhnungsbedürftig zu geht, kann man unter dem Stichwort: Studieren in Spanien sehr gut nachlesen. Was haben wir Erasmusstudenten nicht alles in den Seminaren erlebt?

Das mit dem Bestehen der Prüfungen war bisher aber auch wirklich problemlos möglich, wobei die beiden Kurse zur Amerikanischen Geschichte schon viel Arbeitsaufwand mit sich brachten. Bei zwei Kursen wurde es SrNaranja sogar gestattet ohne Abschlussprüfung zu bestehen … was will man mehr? Nun, zum Beispiel auch die vorletzte Klausur in Spanien bestehen? Gerade war ich beim Dozenten im Büro um wegen der Klausur morgen Abend noch ein paar Fragen zu stellen, genau die Klausur zu der es keinen Termin gab. 3,7 von 10 Punkten lautete mein Ergebnis aus den vorletzten Klausur: nicht bestanden!

Wow, das hatte ich beim besten Willen nicht erwartet, denn der Dozent wirkte eigentlich sehr umgänglich und in den beiden Seminaren hatte SrNaranja auch gut mitarbeiten können. Die Übersetzungsarbeit in der Klausur war auch kein Problem mit 3 von 4 möglichen Punkten, wobei dann der Theorieteil nur 0,7 Punkte einbrachte? Nun ja, die Klausur für morgen Abend hat sich damit erledigt, denn um die Leistung in Greifswald anrechnen lassen zu können, brauche ich 10 ECTS und nicht 6 ECTS (diese Punkte geben die Arbeitsleistung wieder, so das sie überall in Europa anrechenbar sind, weil einheitlich festgelegt)!

Dann heißt es ab heute Mittag wohl: Ferien in Oviedo?

Ein nass kalter Karneval in Oviedo

Pizza, Bier und dazu mit Dave Playstation zocken, was will Mann man mehr? Nun, zum Beispiel Hals über Kopf losgehen, umziehen nicht vergessen, um auf dem Platz vor der Kathedrale die Feuerwerksshow zu sehen und sich mit den anderen Erasmusstudenten zu treffen, die dann doch plötzlich wo anders hängen geblieben waren. Oviedos Altstadt ist ja nicht zu groß und so treffen wir uns später für das Konzert und das Asturianu, wo sich die Erasmusstudenten halt treffen in Oviedo.

Es ging später weiter ins Escondite, Funky Room, Arde Paris, bei Nieselregen über die Calle Mon und schlussendlich wieder ins Asturianu, und natürlich nach Hause. Es war schon eine interessante Nacht, denn auch wenn man es den Spaniern auf den ersten Blick nicht zutraut, Karneval ist hier in Asturien Wahnsinn! Wobei SrNaranja heute Nacht bei Dave auf der Couch übernachtete, nicht das ihm seine neue Mitbewohnerin unsympathisch wäre, es lag viel mehr daran das man Dave nicht mit ruhigem Gewissen alleine durch die Altstadt oder gar nach Hause laufen lassen konnte! Jaja, der Karneval … den mag SrNaranja ja sowieso nicht, aber wie das so ist mit dem Gruppenzwang!

Ach, und SrNaranja hat sich nicht als Harry Potter verkleidet, bei Nieselregen und knappen 10 Grad lief er stattdessen mit seinem HGWII-Shirt und einem richtigen Hawaii-Shirt, sowie einer Sonnenbrille durch die Stadt! Super!

Wäschewaschen mit Hindernissen: das spanische Wetter!

Blauer Himmel und Sonnenschein, das ideale Wetter also um Wäsche zu waschen, dachte sich SrNaranja und startete die Waschmaschine. Eine knappe Stunde später sah das Wetter schon ganz anders aus, als die Wäsche draussen vor dem Fenster aufgehangen war, zogen schon die ersten Wolken auf. Kein Problem, das wird doch nicht gleich anfangen zu regnen? Erst mal ins Internet, der Computerraum im Campus macht schließlich um 9:30 Uhr auf.

Hm, warum laufen denn jetzt alle mit Regenschirm rum? Nein, das ist doch jetzt nicht wahr. Typisch spanisch, d.h. eigentlich ja typisch asturisch hat es innerhalb von einer weiteren halben Stunde so umgeschlagen, dass meine Wäsche vor dem Fenster gleich noch mal nass war. Kein Problem, hängen wir die Wäsche halt aufs Gestell … das hätte ich aber auch gleich haben können. Was hat SrNaranja also gelernt? Dem Wetter in Oviedo kann man einfach nicht trauen, und die Wasch- bzw. Aufhängmöglichkeiten in meiner spanischen Wohngemeinschaft sind miserabel!

Das deutsch-englisch Billardturnier im Cicero und die Verlängerung im Sherwood Forrest

Mit Jenny, Julia und Dave ging es heute Abend ins Cicero zum Billardspielen, zum deutsch-englischen Billardturnier. So richtig sollte das dann aber nicht funktionieren, denn die Teams wurden bunt gemischt so das jeder gegen jeden und mit jeden spielte. Was der Stimmung aber keine Probleme bereitete, denn da wir alle gleich schlecht, bzw. nicht gut, waren, gab es viel zu lachen. Am meisten allerdings als SrNaranja eine neue Runde Bier für Dave und sich selbst holte und Dave’s Bier auf dem Billardtisch abstellte, von wo es natürlich direkt auf den Boden flog! Toll!

SrNarnaja + Dave im CiceroJennyJulia

Nach Hause sollte es dann gehen, über die Calle Gascona, wobei SrNaranja die Rechnung dabei ohne Dave gemacht hatte, denn im Cafe Sherwood Forrest sah Dave die Amerikanerinnen sitzen: da müssen wir ja wohl wenigstens Hallo sagen. Die Nacht wurde um einiges länger als geplant, denn beim Hallo bleibt es natürlich nicht und das eine oder andere Bier, keine Ahnung woher die kamen denn ich hatte keine bestellt, stand dann doch vor SrNaranja. Komisch, komisch, dieser Abend, um 8 Uhr hieß es dann aber doch Gute Nacht … wenigstens für ein paar Stunden.

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